(br) Das Sunnebärgchörli begeisterte am vergangenen Wochenende erneut mit zwei stimmungsvollen Weihnachtskonzerten in Obermumpf und Rheinfelden.
In gespannter Erwartung und Vorfreude strömten zahlreiche Gäste in die feierlich geschmückten Kirchen. Alphornklänge eröffneten den Konzertabend, gefolgt vom Gesamtchorlied «Weihnachtschoral», einer einfühlsamen Komposition von Ruedi Birri nach der Melodie von «Stille Nacht», und dem schönen Jodellied «Wulche» von Jürg Röthlisberger.
Die Vizepräsidentin, Jolanda Truffer, begrüsste alle Anwesenden herzlich und versprach ein reichhaltiges und stimmungsvolles Konzertprogramm: Im ersten Duett verzauberten Sophie Brodbeck und Jolanda Truffer mit glockenhellen Jodelstimmen das Publikum mit dem «Chilchegloggeglüt» von Mirjam Schafroth. Susanne Farner begleitete mit dem Schwyzerörgeli überaus einfühlsam alle Kleinformationen. Ihr gebührt für diese Unterstützung grosser Dank.
Eine erfrischende Abwechslung, welche perfekt zum warmen Schein der Kerzen passte, war das «Adagio» von Tomaso Albinoni, welches Carmen Enggist und Gabi Bronner auf ihren Altflöten spielten. Später im Programm verwöhnte das Flötenensemble, ergänzt durch Isabelle Vock an der Blockflöte, die Ohren der Zuhörer erneut, diesmal mit einem Repertoire bekannter Weihnachtslieder.
Gespannt erwartete man das Männerterzett, mit dem Lied «Heilege Nacht» von Hanni Bracher und Beat Jäggi. Die drei H’s (Hans Rudin, Hansruedi Weibel und Herbert Schmid) überzeugten mit sonoren und tragenden Bassstimmen. Bevor der Gesamtchor, das «Wunder vom Augeblick» von Marie Theres von Gunten präsentierte, sorgte eine weitere kleinere Formation mit «häb Sorg zum Liecht» von Peter Künzi für ein stimmungsvolles Zwischenspiel.
Das bekannte Jodellied «Wiehnachtsglogge» von Ernst Sommer erfüllte den Kirchenraum, gefolgt von «s Liecht i Dir» von Simon Haller. Jolanda Truffer und Martin Rudolf stimmten «s Chilchli» von Ernst Grolimund im Duett an; zwei Stimmen, welche sich harmonisch zu einer bewegenden Einheit fanden. «Zünd d Lampe ah» von Marie Theres von Gunten wurde von Isabelle Vock, Ruth Matter Riedi und Hansruedi Weibel in einem berührenden Terzett gesungen.
Der besinnliche Abschluss der Konzerte gehörte dem Gesamtchor, der mit «e herrliche Stärn» von Jürg Röthlisberger, «vom Gä und Näh» des Fricktaler Komponisten Paul Schreiber sowie «mit Gsang in d Nacht», ebenfalls von Peter Künzi, einen bewegenden Schlusspunkt setzte. Das Publikum bedankte sich stehend und mit grosszügigem Applaus für die beeindruckenden Darbietungen der Sängerinnen und Sänger sowie die vielfältige Klangkulisse.
Die stimmliche Leistung der einzelnen Sängerinnen und Sänger ist beachtlich, und die harmonische Klangvielfalt des Chores überzeugte einmal mehr. Ein Erfolg, der das Ergebnis intensiver Vorbereitung und Probenarbeit unter der Leitung von Ruth Matter Riedi ist.
Dem Sunnebärgchörli gelang es mit diesem abwechslungsreichen und vorweihnachtlichen Programm, den Zuhörenden Licht, Hoffnung und Wärme zu schenken. Mindestens für die Dauer des Konzertabends durfte das Dunkle in der Welt vergessen werden.