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Wasserkraftwerk Rheinfelden. Foto: Energiedienst

Mehr Strom aus Wasserkraftwerk Rheinfelden ab 2026

(ed) Energiedienst plant ab 2026 ein Projekt zur Produktionssteigerung an seinem Wasserkraftwerk in Rheinfelden, um die regio­nale und ökologische Stromproduktion zu stärken und hat erste Massnahmen für die Projektvorprüfung eingeleitet.

Energiedienst will Produktion am Wasserkraftwerk Rheinfelden steigern. Ziel des Projekts ist es, das bisher ungenutzte Potenzial des Wasserkraftwerks voll auszuschöpfen. Dadurch können zusätzlich 6000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom aus Wasserkraft versorgt werden.

Eintiefung des Rheins
Für die Produktionssteigerung sieht das Unternehmen eine Eintiefung des Rheins unterhalb und oberhalb des Kraftwerks vor. Dadurch wird die Fallhöhe des Wassers am Kraftwerk erhöht und das Wasser kann besser abfliessen. Die Stromproduktion erhöht sich dadurch um rund 20 Millionen Kilowattstunden. Dem Schutz der Umwelt trägt Energiedienst mit einer umfassenden Um­weltverträglichkeitsprüfung Rechnung und hat dazu Voruntersuchungen veranlasst. Für die Genehmigung und Umsetzung des Projekts hat das Unternehmen den Kontakt zu den zuständigen Behörden aufgenommen.
«Die Energiewende erfordert schnelle Umsetzung und massive Investitionen. Mit diesem Projekt treiben wir die klimafreundliche Stromerzeugung aus Wasserkraft in Deutschland und der Schweiz voran», beschreibt Jörg Reichert, Geschäftsführer Energiedienst, das Vorhaben.

Seit 2010 in Betrieb
Das seit 2010 im Betrieb stehende Wasserkraftwerk Rheinfelden produziert bereits heute regenerativen Strom für rund 170 000 Vier-Personen-Haushalte beidseits des Rheins. Das entspricht einer Kapazität von rund 600 Millionen Kilowattstunden.

Gezielter Felsaushub
Für die Eintiefung plant Energiedienst einen gezielten Felsaushub, ein Verfahren, das Erschütterungen und Lärm minimiert. Während des Neubaus des Kraftwerks Rheinfelden wurden 1,4 Millionen Kubikmeter Gestein aus dem Rhein ausgebaggert. Der nun geplante Aushub würde mit 0,07 Millionen Kubikmeter Gestein vergleichsweise gering ausfallen.
Vielen Menschen in der Region dient der Hochrhein als Naherholungsgebiet und sie werden Projektmassnahmen phasenweise beo­bachten können. Dies gilt insbesondere für Anwohnende im Umfeld des Kraftwerks. Energiedienst ist es wichtig, Interessengruppen während des gesamten Projektverlaufs einzubinden und regelmässig über Projektfortschritte zu informieren. Ab Herbst 2023 schafft das Unternehmen zudem erste Dialogmöglichkeiten, um auf ihre Anfragen und Anliegen einzugehen. Weitere Informationen finden Interessierte auf www.energiedienst.de/rheinfelden-20plus. Das Projekt wird gemeinsam mit der Axpo realisiert, da die Axpo 50 Prozent des Stroms vom Kraftwerk Rheinfelden für ihre Kunden übernimmt.

Bild: Wasserkraftwerk Rheinfelden. Foto: Energiedienst