(ra) Wie jedes Jahr im März holten am vergangenen Samstag 16 Mitglieder der Rheinfelder Pontoniere zwei Übersetzboote und ein Weidling in Brugg ab und transportierten diese in einer rund zehnstündigen Talfahrt auf dem Wasserweg nach Rheinfelden. Aber mit so starkem Gegenwind und entsprechendem Wellengang hatten sie schon lange nicht mehr zu kämpfen.
Kurz vor acht Uhr morgens starteten die Rheinfelder Pontoniere, darunter drei Frauen und vier Jungpontoniere, von Brugg aus zur Talfahrt. Während der rund 60 km langen Talfahrt auf Aare und Rhein galt es sieben Flusskraftwerke und rund 70 Höhenmeter zu überwinden.
Am Wasserschloss vorbei, dem Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat, führte die Ruderfahrt nach rund einer Stunde durch schöne Flusslandschaften zum ersten Hindernis, der Schleuse beim Kraftwerk Beznau. Danach begann es zu regnen und Wind kam auf.
Vor allem der Flussabschnitt zwischen Koblenz und Laufenburg war sehr ungemütlich. Der kalte Westwind mit starken Windböen führte zu hohem Wellengang auf dem breiten Rhein. Dadurch konnten die Boote nur langsam mit dem Aussenbordmotor abgeschleppt werden. Immer wieder schwappte Wasser vom Bug her in die Boote. Mit «Sassen» musste das Wasser von Hand aus den Schiffen geschöpft werden.
Am Nachmittag besserte sich das Wetter langsam wieder. Die Überquerung des Kraftwerks Laufenburg dauerte länger als normal. Wegen Reparaturarbeiten an der Schleuse wurden die Boote mittels Kran, Bootsanhänger und Bootslift übersetzt.
Nachdem die beiden letzten Flusskraftwerke Ryburg-Schwörstadt und Rheinfelden überquert waren, konnten die Teilnehmer müde und durchnässt gegen 18:30 Uhr die drei Boote beim Vereinshaus anbinden.
Bilder:
Bild 1: Die 16 Teilnehmer frühmorgens kurz vor der Abfahrt in Brugg. Foto: Roman Ackeret
Bild 2: Die Motorboot-Besatzung beim Wasserschloss. Foto: Roman Ackeret
Bild 3: Daniel Dobric am Aussenbordmotor. Foto: Roman Ackeret