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Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Regio Basiliensis appelliert an sozialen Zusammenhalt am Oberrhein – GV in Rheinfelden

(pd) Anlässlich ihrer 61. Generalversammlung am 6. Juni in Rheinfelden stellte die Regio Basiliensis den sozialen Zusammenhalt in der trinationalen Grenzregion am Oberrhein in den Fokus.

Nach einem Impuls aus der Spring School der Regio Basiliensis 2024, diskutierte ein hochkarätiges Panel mit Béa Bieber, Grossrätin des Kantons Aargau und Präsidentin des Oberrheinrats, Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, Prof. em. Dr. Ueli Mäder, Soziologe, und Christian Debève, Conseiller Régional du Grand Est, das Fokusthema. Mit der Ehrenmedaille für besondere Verdienste um die Regio-Idee wurde zudem der Autor und Journalist Dr. Hansjörg Schneider ausgezeichnet, der das Dreiland in seinen Hunkeler-Krimis auf dem Papier zum Leben erweckt.
«Gesellschaften werden heterogener, Lebensstile individualisieren sich zunehmend. Die wirtschaftlichen und demographischen Entwicklungen sind dies und jenseits der Grenze unterschiedlich. Welche Opportunitäten und Herausforderungen kommen da auf uns zu?» Mit dieser Frage eröffnete Dr. Kathrin Amacker, die Präsidentin der Regio Basiliensis, die 61. Generalversammlung. Die Schwesternstädte Rheinfelden in der Schweiz und Deutschland, die über den Rhein miteinander über die Landesgrenzen verbunden sind, sind Vorbild für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und für den sozialen Zusammenhalt über Grenzen und bildeten deswegen einen symbolträchtigen Ort für die Veranstaltung.
Einen ersten Impuls in die Thematik gaben Frank Grimberg, Dozent an der Fachhochschule Nordwestschweiz, und Dr. Maarten Hoenen, Professor der Universität Basel, welche seit 2020 jeweils die Spring School der Regio Basiliensis durchführen, mit Studierenden der Spring School 2024. Diese widmete sich unter dem Titel «Zusammen, aber wie? Wirtschaft und Verantwortung in einer sozialpolitisierten Welt» der aktuellen geopolitischen Lage und der Spaltung durch Krisen und wie diese sich auf das grenzüberschreitende Zusammenleben in unserem Dreiland auswirken können. Unter der Leitung von Dr. Alexandra Guski, Rektorin der Fachmaturitätsschule Basel, diskutierten Béa Bieber, Grossrätin des Kantons Aargau und Präsidentin des Oberrheinrats, Dr. Dieter Salomon, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, Prof. em. Dr. Ueli Mäder, Soziologe, und Christian Debève, Conseiller Régional du Grand Est, die Chancen und Herausforderungen, die es zu meistern gilt, um den sozialen Zusammenhalt zu bewahren und zu stärken.

Europäisches Zusammenleben
Die Idee des gemeinsamen Zusammenlebens ist auch von entscheidender Bedeutung für die Beziehungen der Schweiz zur EU. Durch die Nichtmitgliedschaft in der EU und dem EWR und der fortschreitenden Erosion der bilateralen Verträge verliert die Schweiz zusehends das Recht und die Möglichkeit, am Aufbau eines geeinten Europas mitzuwirken und von den Vorteilen eines grossen Binnenmarktes zu profitieren. Die vermeintliche Souveränität der Schweiz wird immer mehr zum Schein. In Ihrer Rede appellierte die Präsidentin an die Anwesenden, nicht zu vergessen, dass auch die Schweiz Teil von Europa sei und wir einen Beitrag an ein freies, demokratisches, soziales, sicheres, nachhaltiges und wirtschaftlich erfolgreiches Europa leisten müssten.

Verleihung der Regio-Medaille
Die Ehrenmedaille für besondere Verdienste um die Regio-Idee wurde in diesem Jahr an Autor und Journalist Dr. Hansjörg Schneider verliehen. Mit seinen Theaterstücken ist er einer der meistaufgeführten deutschsprachigen Dramatiker. Als Vater von Kommissar Hunkeler hat Dr. Hansjörg Schneider so vielen das Elsass über die Grenzen hinweg in ihre Stuben und ihre Herzen gebracht. In seiner Laudatio betonte Felix Rudolph von Rohr, dass Dr. Hansjörg Hunkeler mit seinem Wirken und seinen subtilen Liebeserklärungen in vielen seiner Schriften ein willkommener Botschafter für diese einzigartige Region sei, der ein Vielfaches zur Pflege und zum Erhalt jenes «feu sacré» der Gründerväter der Regio Basiliensis beigetragen hat.

Wahlen in den Vorstand
Neu in den Vorstand gewählt wurden Silvio Tondi, Leiter Fachstelle Trinationale Zusammenarbeit beim Kanton Basel-Stadt, Alt-Botschafter Dr. Paul Seger, Dr. Pascale Meschberger, Landrätin des Kantons Basel-Landschaft, Alt-Regierungsrat Dr. Hans-Peter Wessels sowie der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Weil am Rhein, Wolfgang Dietz. Letztere Wahl ist ein Novum: Erstmals wird die Trinationalität der Region auch im Vorstand abgebildet. Eine französische Vertretung ist für 2025 vorgesehen.