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Von links: Christian Müller, zurückgetretener Geschäftsführer WVR und Projektleiter Wärmegeschäft (AEW), Thomas Janssen, Leiter nachhaltige Entwicklung (Feldschlösschen), Claudia Rohrer, Stadtpräsidentin Rheinfelden, Jürg Gasser, Mitglied des Verwaltungsrats der WVR und Leiter Finanzen und Ressourcen Rheinfelden, Marc Ritter, CEO der AEW und Präsident des Verwaltungsrats der WVR, Franco Mazzi, zurückgetretenes Verwaltungsratsmitglied der WVR und alt Stadtammann Rheinfelden, Daniel Wernli, Mitglied des Verwaltungsrats der WVR und Leiter Wärmeproduktion (AEW), Patrick Siegrist, Teamleiter Finanzbuchhaltung (AEW, Aktionärsvertreter), Amantina Meyer, VR-Sekretärin WVR und Juristin (AEW), Kevin Wister, Geschäftsführer WVR und Projektentwickler Wärme (AEW). Foto: zVg
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Regional heizen, nachhaltig brauen – Holzschnitzel-Dampfanlage bei Feldschlösschen in Betrieb

(aew) Die Wärmeverbund Rheinfelden AG und Feldschlösschen haben die neue Holzschnitzelfeuerung zur Dampfproduktion in Betrieb genommen – ein wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung der Brauerei und der Stadt Rheinfelden.

Herkunft der Holzhackschnitzel. Grafik: zVgDie neue holzschnitzelbefeuerte Dampferzeugungsanlage der Wärmeverbund Rheinfelden AG (WVR) auf dem Areal von Feldschlösschen in Rheinfelden ist erfolgreich in Betrieb genommen worden. Nach rund einem Jahr Bauzeit liefert die Anlage seit diesem Frühjahr Energie für die Brauerei Feldschlösschen und indirekt dem Wärmeverbund Rheinfelden Mitte. Mit dem Projekt setzen Feldschlösschen und die Wärmeverbund Rheinfelden AG (WVR) einen wichtigen Meilenstein ihrer Dekarbonisierungsstrategie um und reduzieren damit den Einsatz fossiler Energieträger deutlich. Die WVR ist ein Tochterunternehmen der AEW Energie AG (AEW), das gemeinsam mit der Stadt Rheinfelden im Jahr 2014 gegründet wurde (beide halten je 50 Prozent der Aktien).

Die Anlage produziert Dampf aus regionalen Waldholzschnitzeln vom Forstbetrieb Rheinfelden und trägt dazu bei, die Wärmeversorgung nachhaltiger und unabhängiger von fossilen Energieträgern zu gestalten. Auf Jahresbasis deckt sie rund ein Drittel des Wärmebedarfs von Feldschlösschen und unterstützt gleichzeitig den Wärmeverbund Rheinfelden Mitte bei der Abdeckung der Spitzenlast. «Mit der neuen Anlage kommen wir unserem Ziel einer weitgehend fossilfreien Wärmeversorgung einen grossen Schritt näher», sagt Thomas Janssen, Leiter Nachhaltigkeit bei Feldschlösschen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Stadt, Energieversorger und produzierender Industrie
Das Projekt ist ein Beispiel dafür, wie öffentliche Hand, Energieversorger und produzierende Industrie gemeinsam nachhaltige Lösungen entwickeln können. Die Wärmeverbund Rheinfelden AG und Feldschlösschen haben für die Anlage einen langfristigen Contracting-Vertrag über 25 Jahre abgeschlossen. Während die AEW im Auftrag der WVR den Betrieb, die Wartung sowie die Beschaffung der Holzhackschnitzel verantwortet, sorgt Feldschlösschen für die optimale Einbindung der Anlage in das bestehende Energiesystem der Brauerei.

«Mit diesem Projekt zeigt die Wärmeverbund Rheinfelden AG, wie die Dekarbonisierung von Prozesswärme konkret und regional verankert umgesetzt werden kann. Als AEW bringen wir unsere Erfahrung in der Entwicklung und im Betrieb von Energieanlagen ein und schaffen gemeinsam mit der Stadt Rheinfelden und Feldschlösschen eine nachhaltige Lösung, die erneuerbare Ressourcen sinnvoll nutzt, die Versorgungssicherheit stärkt und die regionale Wertschöpfung fördert», sagt Marc Ritter, CEO der AEW und Präsident des Verwaltungsrats der WVR. Die Holzversorgung erfolgt über den Forstbetrieb Rheinfelden in Zusammenarbeit mit den Forstbetrieben der Region. Das eingesetzte Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Umgebung.

Mit einer installierten Leistung von 2,3 Megawatt verfügt die Anlage über eine Leistung, die dem Wärmeleistungsbedarf von rund 400 modernen Einfamilienhäusern entspricht. Pro Jahr werden voraussichtlich 10 bis 12 Gigawattstunden Energie erzeugt. Durch den Ersatz fossiler Brennstoffe können bei Feldschlösschen künftig rund 3’500 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden. Die neue Anlage ergänzt die bereits bestehenden erneuerbaren Energiequellen der Brauerei, darunter Biogas aus der Abwasserbehandlung sowie Alkohol aus der Produktion alkoholfreier Biere, der energetisch genutzt wird.

Integration in historisches Umfeld
Besondere Herausforderungen stellten die Integration der Anlage in die bestehende historische Bausubstanz sowie die engen Platzverhältnisse auf dem Schlossareal dar. So wurde auch der neue, 32 Meter hohe Kamin in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege gestaltet, damit er sich harmonisch in das Erscheinungsbild des Feldschlösschen-Areals einfügt. Für die Realisierung der Anlage wurden insgesamt rund 6,4 Millionen Franken investiert.

Tag der offenen Tür am 23. September
Die Bevölkerung erhält am 23. September 2026 die Gelegenheit, die neue Anlage im Rahmen eines Tags der offenen Tür zu besichtigen. Interessierte können sich vor Ort über die Funktionsweise der Anlage informieren. Mit Abschluss der Bauarbeiten stehen zudem die Parkplätze vor dem Feldschlösschen Restaurant wieder uneingeschränkt zur Verfügung.


Bilder:

Bild 1: Von links: Christian Müller, zurückgetretener Geschäftsführer WVR und Projektleiter Wärmegeschäft (AEW), Thomas Janssen, Leiter nachhaltige Entwicklung (Feldschlösschen), Claudia Rohrer, Stadtpräsidentin Rheinfelden, Jürg Gasser, Mitglied des Verwaltungsrats der WVR und Leiter Finanzen und Ressourcen Rheinfelden, Marc Ritter, CEO der AEW und Präsident des Verwaltungsrats der WVR, Franco Mazzi, zurückgetretenes Verwaltungsratsmitglied der WVR und alt Stadtammann Rheinfelden, Daniel Wernli, Mitglied des Verwaltungsrats der WVR und Leiter Wärmeproduktion (AEW), Patrick Siegrist, Teamleiter Finanzbuchhaltung (AEW, Aktionärsvertreter), Amantina Meyer, VR-Sekretärin WVR und Juristin (AEW), Kevin Wister, Geschäftsführer WVR und Projektentwickler Wärme (AEW). Foto: zVg

Bild 2: Herkunft der Holzhackschnitzel. Grafik: zVg