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Die stolzen Jahressieger des Aargauer Kirschen Qualitätswettbewerbs 2026, Pia und Andy Steinacher, Schupfart. Foto: zVg
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Aargauer Kirschenqualitätswettbewerb 2026: Der erste Preis geht nach Schupfart

(aov) Dem Wettbewerb der Aargauer Kirschenproduzenten stellten sich zwölf Teilnehmer, die auf rund einem Viertel der Aargauer Kirschenanbaufläche Tafelkirschen produzieren, die allesamt in der vergangenen Woche, kurz vor Erntebeginn, von zwei Experten des Aargauer Obstverbands (AOV) besucht wurden. Bei der Bewertung wurden der Fruchtbehang, die Fruchtgrösse, die Fruchtqualität und der Gesamteindruck der Kirschenkultur am höchsten gewichtet.

Die beiden Fachexperten, der pensionierte langjährige Fachspezialist Obstbau am Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg, Gränichen, Othmar Eicher und Jörg Bircher, Vorstand Aargauer Obstverband AOV, Ressort Steinobst haben diese Kirschenkulturen und hängende Ernte und heranwachsende Früchtequalität bewertet.

Bei Steinachers in Schupfart ist gut Kirschen essen!
Gut Kirschenessen ist dieses Jahr bei Andy und Pia Steinacher in Schupfart. Sie erreichten das Spitzenresultat und den Jahressieg. Somit geht der Spitzenplatz für Aargauer Kirschen ins Fricktal. Die Preisübergabe erfolgte gestern Donnerstagabend in der Siegeranlage in Schupfart.

Das diesjährige Klima scheint der Königin der Sommerfrüchte zu passen. In allen drei bekannten Kirschenregionen gedeihen die Früchte sehr gut. Dies ist aber nicht immer selbstverständlich, so mussten auch in diesem Jahr die Kirschenproduzenten in den kalten Frostnächten in den letzten Märztagen um ihre Ernte bangen. Mit aufwändigen Vorbeugemassnahmen wie das Anzünden von Frostkerzen wurde die Ernte gerettet, was aber einen finanziellen Aufwand von bis zu 4000 Franken pro Hektare und Nacht kosten kann.  

Trotz den herausfordernden Witterungsbedingungen im April und Mai mit Trockenheit und hohen Temperaturen sind die Erträge und namentlich die Qualität in diesem Jahr im Kanton Aargau hervorragend.

Dieses Jahr kommen die schönsten und besten Kirschen aus Schupfart. Foto: zVgZiel des Qualitätswettbewerbs
Die Kulturen der zwölf teilnehmenden Betriebe präsentierten sich am diesjährigen Qualitätswettbewerb in einem hervorragenden, sehr schönen Zustand. Alle schafften es in die Medaillenränge. Ziel des wiederkehrenden Wettbewerbs ist es, die Produzenten zu Höchstleistungen bezüglich Kirschenqualität anzuspornen. Die moderne Kirschenanlage von Andy und Pia Steinacher ist witterungsgeschützt gegen Hagel und Regen, sowie mit Netzen gegen Vögel und gegen die neuen, aggressiven Schädlinge Kirschessigfliege sowie Wanzen und zeigt sich zu Beginn der Ernte in einem hervorragenden Zustand. Proppenvoll hängen die Bäume mit Kirschen in augenscheinlicher, vorzüglicher Qualität.

Herausfordernd war die Witterung in den letzten Märztagen mit Frostnächten, örtlichen Hagelschlägen Mitte Mai und den mehrtägigen Niederschlägen Ende Mai und Anfangs Juni, kurz vor Erntebeginn, wenn die Kirschen besonders empfindlich sind für das Aufplatzen und Fruchtfäulnis. Einmalmehr in diesem Jahr zeigt der Witterungsschutz mit Regendachfolie und Hagelschutznetzen seine Notwendigkeit die Kulturen und die Ernte zu schützen. Dementsprechend darf man sich nun auf schöne, grosse und aromatische Kirschen aus der Region freuen.

Kirschenproduzenten erwarten ein sehr gutes Erntejahr 2026
Die Kirschenproduzenten erwarten in diesem Jahr in allen Anbaugebieten der Schweiz mit gegen 2.4 Millionen Kilogramm Tafelkirschen eine gute Ernte. Diese liegt rund 20 Prozent über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre und leicht über dem Vorjahr. Knapp jede dritte Tafelkirsche wird in den Nordwestschweizerkantone Aargau, Baselland und Solothurn geerntet. Im Aargau erwarten die rund 100 Kirschenproduzenten annährend 0,7 Millionen Kilogramm Tafelkirschen, 200 Tonnen Konservenkirschen, die mehrheitlich mechanisch geerntet werden, sowie 300 bis 400 Tonnen Brennkirschen.

Die bereits begonnene, noch rund vier bis fünf Wochen dauernde, sehr gute Kirschenernte sei der Lohn für die Investition in den kapitalintensiven, witterungsgeschützten modernen Kirschenanbau, meint der Betriebsleiter Andy Steinacher, der auf 2 Hektaren, rund drei Fussballfeldern, Tafelkirschen auf 2'000 Bäumen in Reih und Glied produziert. «In den Früchten steckt die Arbeit eines ganzen Jahres»: ergänzt Steinacher und freut sich auf die Ernte der Königin der Sommerfrüchte, der Kirschen, mit den klangvollen Namen wie: Grace Star, Nimba, Sweet Lorenz, Vanda, Tamara, Christiana, Carmen, Kordia bis zur Regina.

Dieses Jahr kommen die schönsten und besten Kirschen aus dem Fricktal. Der Aargauer Kirschenanbau hat aber auch eine starke Verbreitung im Zurzibiet mit dem Hotspot in Leuggern und dann in Einzelbetrieben im Aargauer Seetal, Freiamt, südwestlichen Wiggertal, Bözberg und Wiliberg.

Bilder: 

Erstes Bild: Die stolzen Jahressieger des Aargauer Kirschen Qualitätswettbewerbs 2026, Pia und Andy Steinacher, Schupfart.

Zweites Bild: Bei den Medaillenträgern ist gut Kirschen essen. Von links: Gregor Rehmann, Kaisten, Hansruedi und Zita Burkart, Obermumpf, Urs und Reto Zeder, Leuggern, Thomas Widmer, Oftringen, Ruth und Paul Müller, Alikon, Peter Hagenbuch, Oberlunkhofen, Roman Bürgi, Olsberg, Urs Leimgruber, Gipf-Oberfrick. Vorne Mitte: Jahressieger 2026: Pia und Andy Steinacher aus Schupfart.

Drittes Bild: Dieses Jahr kommen die schönsten und besten Kirschen aus Schupfart.

Fotos: zVg