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Das Redaktionsteam des «Zeiniger Schäsli» mit Janine Tschopp (von links), Thomas Freiermuth, Urs Kägi und Wendy Wohlfender. Vor ihnen steht ein «Schäsli» voller Dorfchroniken aus den vergangenen Jahren. Foto: Martin Wohlfender
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«Stärke entsteht aus dem Miteinander» – Die Dorfchronik «Zeiniger Schäsli» erscheint zum 39. Mal

Am Montagabend lud das Redaktionsteam des «Zeiniger Schäsli» zur Vernissage ihrer 72-seitigen Dorfchronik in die Bibliothek ein. Gemeinderat, Gastautoren, Unterstützer und viele «Schäsli»-Freunde folgten der Einladung.

JANINE TSCHOPP

Wendy Wohlfender vom «Schäsli»-Redaktionsteam widmet sich im Editorial dem Thema der Künstlichen Intelligenz (KI). Unter anderem schreibt sie: «KI versteht keine Inhalte, sondern simuliert Sprache. Was wie Verständnis wirkt, ist statistische Vorhersage.» In Zeiningen habe KI eine ganze andere Bedeutung. Hier stünden die beiden Buchstaben für «Kollektive Intelligenz». «Denn unsere Stärke entsteht nicht aus Rechenleistung, sondern aus dem Miteinander: aus dem Engagement in unseren Familien und Vereinen, aus dem Einsatz in der Gemeinde und dem Zusammenstehen in Momenten, in denen wir einander brauchen.»

Die Dorfgemeinschaft leistet Grosses

Die Rubrik «Das Jahr im Rückblick» der 39. Ausgabe der Zeininger Dorfchronik beweist, dass Menschen aus Zeiningen immer wieder Grosses leisten. So werden zum Beispiel die vielen Helfer und Helferinnen des Zeininger Halbmarathons beleuchtet. Ohne sie würde an diesem beliebten Sportanlass nichts laufen. Der Theaterverein, der Jahr für Jahr eine Komödie auf die Bühne bringt und damit vielen Menschen im Dorf ein paar vergnügliche, unbeschwerte Stunden beschert. Der Kulturförderverein, der im Jahr 2025 neben anderen Anlässen zum ersten Mal einen Garagenflohmi auf die Beine gestellt hat. Oder die Künstler und Künstlerinnen, welche in der Adventszeit lichtvolle Werke kreieren und die ganze Bevölkerung zur jeweiligen Adventsfenster-Eröffnung einladen.

Zeininger und Zeiningerinnen, die aufgefallen sind

Einige Seiten im aktuellen Schäsli sind wie immer Zeiningerinnen und Zeiningern gewidmet, welche dem Redaktionsteam im Laufe des vergangenen Jahres speziell aufgefallen sind. Auch sie leisten Grosses. So zum Beispiel Tom Anliker, der seit über vierzig Jahren Farben und Formen auf Fahrzeuge oder auf die Haut von Menschen bringt. Ebenfalls kreativ unterwegs ist Andrea Crapisi, die mit viel Herzblut Schmuck, Geschenke und Deko herstellt und dies unter anderem am «Zeiniger Märt» präsentiert. Aufgefallen ist im 2025 auch «der wilde Waldi», Marc Waldmeier. Er ist Taktgeber bei der Band «Heimatliebi», der neue Stern am Schweizer Musikhimmel. Oder der passionierte Feuerwehrmann, Matthias Herzog, der mit seinen zahlreichen Einsätzen die Feuerwehr in Zeiningen und später auch in Möhlin in den letzten 40 Jahren geprägt hat. Das Redaktionsteam hat auch den Kinderarzt, Oliver Gemperle, beleuchtet. 2025 hat er seine Idee einer «Baby-sleep-doctors»-App in die Wirklichkeit umgesetzt und damit vielen Familien mit Kleinkindern zu besserem Schlaf verholfen.

Ein bewegtes Jahr

Das vergangene Jahr war auch ein bewegtes, was Zeiningens Infrastruktur anbelangt. So erfolgte einerseits im Januar der Spatenstich für das neue Mehrzweckgebäude. Andererseits zogen die Kinder nach den Sportferien in den neu gebauten Dreifach-Kindergarten ein.

Sehr bewegt waren auch die Gemeinderatswahlen. Während im ersten Wahlgang vom 28. September 2025 vier Mitglieder des Gemeinderats bestätigt wurden, verpasste die Gemeindepräsidentin Gisela Taufer die Wiederwahl um zwei Stimmen. Sie trat beim zweiten Wahlgang nicht mehr an. Als neuer Gemeinderat und Gemeindepräsident wurde beim zweiten Wahlgang vom 30. November 2025 Andreas Geiss gewählt.

In der aktuellsten Dorfchronik sind Interviews mit der abgewählten Gemeindepräsidentin Gisela Taufer sowie mit dem neu gewählten Gemeindepräsidenten Andreas Geiss zu lesen.

Das «Schäsli»-Redaktionsteam mit Thomas Freiermuth, Urs Kägi, Janine Tschopp und Wendy Wohlfender hat das druckfrische Werk am Montagabend vielen Interessierten vorgestellt. Der Ort der Vernissage wurde ganz bewusst in der Bibliothek gewählt. «An jenem Ort», so schreibt es Wendy Wohlfender im Editorial, «wo Wissen, Lernen und Neugier zuhause sind.»

In den kommenden Tagen wird jeder Zeininger Haushalt mit einem druckfrischen «Schäsli 2025» beliefert. Zusätzliche Exemplare können ab Ostern auf der Gemeindekanzlei, bei der Raiffeisenbank in Zeiningen, im Volg oder im Blumenladen «ideenreich» erworben werden.

Bild: Das Redaktionsteam des «Zeiniger Schäsli» mit Janine Tschopp (von links), Thomas Freiermuth, Urs Kägi und Wendy Wohlfender. Vor ihnen steht ein «Schäsli» voller Dorfchroniken aus den vergangenen Jahren. Foto: Martin Wohlfender