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Laufenburg DE / Bad Säckingen: Tumultartige Szenen wegen vermeintlicher Betrüger-Bande

(ots) Am Donnerstag wurden dem Polizeirevier Bad Säckingen mehrmals aufdringliche Mitarbeiter eines  Telekommunikationsunternehmens gemeldet, die sich auch Zugang zu den Wohnräumen erschlichen hätten. Viele Anrufende befürchteten eine Betrüger-Bande.

Die Situation spitzte sich gegen 19 Uhr zu, als Anwohnende im Laufenburger Stadtteil Rhina DE mit den Hausierern aneinandergerieten. Es sollen bis zu 30 Personen in tumultartige Szenen involviert gewesen sein. Durch geschickte und deeskalative
Gesprächsführung der vor Ort eingesetzten Einsatzkräfte konnte die Lage konfliktfrei gelöst werden. Es wurden Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Bedrohung eingeleitet. Zu Körperverletzungsdelikten kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme stellte sich heraus, dass die Hausierenden von einem Telekommunikationsunternehmen zur Kundenwerbung an der Haustür beauftragt wurden.

Tipps Ihrer Polizei gegen Haustürbetrug
- Schauen Sie sich unbekannte Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie die
Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel.
- Seien Sie vorsichtig bei Fremden: Lassen Sie Fremde nur in die Wohnung, wenn Sie sich sicher sind, um wen und welches Anliegen es sich handelt (Firmenausweis, Ausweis oder Gewerbeschein zeigen lassen, Rückruf beim Auftraggeber/Unternehmen etc.). Im Zweifel
bestellen Sie diese unbekannte Person zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
- Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe.
- Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern an der Wohnungstür  gegenseitig Beistand zu leisten.
- Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an.
- Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder andere Behörden schicken Ihnen nie «Geldwechsler» oder «Falschgeld-Prüfer» ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen derartiger Personen umgehend die Polizei.
- Lassen Sie nur Handwerker in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliche Vertreter der Stadtwerke.
- Nehmen Sie für Nachbarn nichts ohne deren ausdrückliche Ankündigung entgegen, zum Beispiel Nachnahmesendungen oder Lieferungen gegen Zahlung.
- Geben Sie keine Unterschrift für angebliche Geschenke oder Besuchsbestätigungen.
- Generell gilt: Suchen Sie für einen Rückruf bei Auftraggeber/Unternehmen/Behörde immer selbst die Telefonnummer heraus und wählen Sie die Nummer selbst.
- Wechseln Sie niemals Geld an der Haustür. Sie könnten - beispielsweise durch Falschgeld - betrogen werden.

Das Polizeipräsidium Freiburg DE bietet Hilfe zur Selbsthilfe an. Die Experten der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen bieten interessierten Bürgerinnen und Bürger eine kostenlose, neutrale und professionelle Beratung an. Termine für dieses kostenlose
Beratungsangebot können bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle unter 0049 7741 8316 211 oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. vereinbart werden.