(eing.) Die Dienstleistungen von «Betreut in der Gemeinde – Älterwerden im Fricktal» werden ab 2027 in den Regelbetrieb überführt. Nach dem Entscheid der Gemeinderäte haben bisher 17 der 21 Gemeinden des Vereins für Altersbetreuung im Oberen Fricktal (VAOF) ihre Zustimmung zur gemeinsamen Finanzierung für die Jahre 2027 bis 2029 erteilt. Drei Gemeinden (Münchwilen, Schupfart, Stein) haben das Finanzierungsmodell abgelehnt, eine ausserkantonale Rückmeldung steht noch aus.
Mit diesem deutlichen Ergebnis erhält ein Angebot breite Unterstützung, das älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben in ihrem vertrauten Umfeld ermöglichen soll. Gleichzeitig werden bestehende Angebote und Akteure im Fricktal besser vernetzt und koordiniert. Der Entscheid unterstreicht zudem die Bereitschaft der Gemeinden, die Herausforderungen des demografischen Wandels gemeinsam und über Gemeindegrenzen hinweg anzugehen und wichtige Aufgaben der Altersversorgung regional zu gestalten.
Die Entwicklung von «Betreut in der Gemeinde – Älterwerden im Fricktal» begann 2019 mit einem Vorprojekt. Seit 2023 wurde das Angebot schrittweise ausgebaut und in mehreren Gemeinden erfolgreich erprobt. Mit dem Beschluss der Mitgliedsgemeinden an der VAOF-Vereinsversammlung im Oktober 2025 wurde die Einführung der Dienstleistungen als flächendeckender Regelbetrieb ab 2027 eingeleitet.
Die Finanzierung basiert auf einem solidarischen Modell mit einem Sockelbeitrag sowie einem Einwohnerbeitrag pro Gemeinde und Jahr. Dabei stützt sich die Weiterentwicklung der Finanzierung auf die Stossrichtung der geplanten Gesundheitspolitischen
Gesamtplanung des Kantons Aargau (GGpl), welche ab 2030 regionale Versorgungsstrukturen vorsieht und damit neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen könnte.
Mit der Weiterführung von «Betreut in der Gemeinde – Älterwerden im Fricktal» setzen die Gemeinden ein klares Zeichen für eine integrierte Versorgung im Fricktal. Die koordinierte Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Gesundheits- und Sozialwesen sowie weiteren regionalen Partnern verbessert die Versorgungssicherheit, vermeidet Doppelspurigkeit und stellt den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen ins Zentrum. Damit wird nicht nur die Lebensqualität der älteren Bevölkerung gestärkt, sondern auch ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen und finanzierbaren Gesundheitsversorgung geleistet.
Das kostenlose Angebot schafft eine zentrale Anlaufstelle für Information, Beratung und Koordination rund ums Älterwerden. Dadurch können ältere Menschen und ihre Angehörigen frühzeitig Unterstützung erhalten. Die Gemeinden profitieren von einer Entlastung der Verwaltung, einer besseren Vernetzung der bestehenden Angebote sowie von präventiven Massnahmen, die helfen, kostenintensive Pflegeheimeintritte möglichst lange hinauszuzögern.
Weitere Informationen zu den Angeboten und Zielen von «Betreut in der Gemeinde – Älterwerden im Fricktal» finden sich unter www.aelterwerden-fricktal.ch.
Bild: Die dunkel markierten Gemeinden nehmen an der Pilotphase teil, die Ende 2026 abgeschlossen wird.
Die hell markierten Gemeinden schliessen sich mit dem Start des Regelbetriebs im Jahr 2027 an. Foto: zVg


