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Vertreter der Gemeinden und deren Werkhofmitarbeiter versammelten sich zur Präsentation des neuen Logos. Foto: Sonja Fasler

Neuer Name, altes Ziel: Aus der Aktion «sauberes Fricktal» wird «Sauberer Lebensraum»

Seit 15 Jahren gibt es die Aktion «sauberes Fricktal», die zum Ziel hat, dem Abfall im öffentlichen Raum zu Leibe zu rücken. Da inzwischen etliche Juraparkgemeinden auch ennet des Bözbergs und der Staffelegg dazugestossen sind, macht die regionale Eingrenzung im Namen keinen Sinn mehr. Mit dem Namen «Sauberer Lebensraum – Gemeinsam abfallfrei» und neuem Logo fiel in Schinznach der Startschuss für das Aktionsjahr 2024.

SONJA FASLER

«Die Regionalplanung rief vor 15 Jahren die Arbeitsgruppe «sauberes Fricktal» ins Leben, die nach vier Jahren in die Selbständigkeit entlassen wurde», blickte Kurt Bächtold, Mitglied der Arbeitsgruppe und GAOF-Vorstand, am vergangenen Freitag an der Veranstaltung in Schinznach auf die Geschichte zurück. Getragen werden die Aktionen von den Hauptsponsoren GAF (Gemeindeverband Abfallbewirtschaftung Unteres Fricktal), GAOF (Gemeindeverband Abfallbeseitigung Oberes Fricktal) und vom Jurapark, der 2019 dazugestossen ist. Und weil mit letzterem aus den bis dahin 32 Gemeinden deren 44 geworden sind, auch auf der anderen Seite des Bözbergs und der Staffelegg, verschwindet jetzt der Name «sauberes Fricktal» mit dem Wäscheleinen-Logo.
Mit einem neuen, neutralen Namen wolle man allen Gemeinden gerecht werden, erläuterte Bächtold. Der Zweck der Aktionen bleibe derselbe: «Wir wollen die Bevökerung für die Abfallproblematik sensibilisieren und diese niederschwellig angehen.» Für die Mitglieder der Arbeitsgruppe war klar, dass man dem Inhalt der Initiative treu bleiben wolle. Der jährliche Fokus gegen Littering mit den einfachen einsetzbaren Angeboten, welche die Werkhofleute in den Gemeinden umsetzen, würden von der Bevölkerung sehr geschätzt.

Remo Kämpfer, der für den Werkhof Magden tätig und Mitglied der Arbeitsgruppe ist, präsentierte seine persönlichen Favoriten der bisherigen «sauberes Fricktal»-Aktionen. Foto: Sonja FaslerKämpfer für saubere Umwelt
Remo Kämpfer, der für den Werkhof Magden tätig und Mitglied der Arbeitsgruppe ist, hielt einen Rückblick auf 15 Jahre «sauberes Fricktal» und präsentiere seine persönlichen Favoriten aus dieser Zeit.
Ein Blickfang seien jeweils die Plakate mit von Kindern gestalteten Collagen gewesen. Aufzuzeigen, wie lange es dauere, bis eine Aludose in der Natur abgebaut sei, habe immerhin aufgerüttelt. Auch Glas und die Verletzungsgefahr, die mit Scherben einhergehe, sei ein gutes Thema gewesen. «Beliebt war der Radiospot im Jahr 2021, der in Zusammenarbeit mit dem Bauernverband entstanden war und für saubere Felder und Wiesen warb», rief Kämpfer in Erinnerung.

Positive Botschaften statt erhobener Zeigefinger
Durchschnittlich hätten sich in der Vergangenheit immer rund 20 Mitgliedsgemeinden an den jährlichen Aktionen beteiligt, die jeweils freiwillig sind, erläuterte Helene Bigler Brogli, in deren U-Büro die Fäden zusammenlaufen. Die Arbeitsgruppe könne jeweils nur die Grundlagen zur Verfügung stellen und Empfehlungen abgeben. Umsetzen müssten sie die Gemeinden bzw. deren Werkhofmitarbeiter selber. «Jedes Jahr ist der Fokus ein etwas anderer und das Ganze muss finanzierbar sein», beschrieb Bigler die Anforderungen. Der erhobene Zeigefinger zeige wenig Wirkung. «In erster Linie versuchen wir mit positiven Botschaften auf die Abfallproblematik aufmerksam zu machen.»

 Anna Hoyer, Co-Geschäftsführerin des Juraparks Aargau, zeigte den neuen Perimeter der Mitgliedsgemeinden auf. Foto: Sonja Fasler Bezüglich des neuen Namens habe sich die Arbeitsgruppe ganz schön der Kopf zerbrochen, sagte Helene Bigler Brogli und nannte die Auswahl an Vorschlägen, aus denen Schlussendlich «Sauberer Lebensraum – Gemeinsam abfallfrei» hervorgegangen sei. Damit will man nun auch den neu hinzugekommenen Juraparkgemeinden Auenstein, Biberstein, Bözberg, Densbüren, Küttigen, Mandach, Mönthal Remigen, Schinznach, Thalheim, Villigen und Veltheim gerecht werden. Sie können gemeinsam mit den Fricktaler Gemeinden die vergünstigten Angebote nutzen und damit ein Zeichen gegen Littering setzen. Anstatt eines bestimmten Abfallthemas stehe heuer ganz klar der neue Auftritt im Fokus, betonte Bigler. Das neue moderne Logo wird von zwei Ecken, braun und blau, eingefasst und soll naturnah wirken.
Für das Aktionsjahr «Sauberer Lebensraum - Gemeinsam abfallfrei» empfiehlt die Arbeitsgruppe die beliebten Sauberkeitstage in den Gemeinden zu aktivieren. «Diese stossen bereits seit Beginn der Initiative vor 15 Jahren auf grosses Interesse und werden in verschiedenen Gemeinden jährlich durchgeführt», so Helen Bigler Brogli. Für Gemeinden, welche sich noch kein Datum gesetzt hätten, dränge sich der diesjährige «Clean-Up-Day», ein gemeinsames Engagement für eine saubere Schweiz, auf, der Freitag und Samstag, 13. und 14. September, stattfinde.
www.sauberer-lebensraum.ch

Bilder:
Erstes Bild: Vertreter der Gemeinden und deren Werkhofmitarbeiter versammelten sich zur Präsentation des neuen Logos.
Zweites Bild: Remo Kämpfer, der für den Werkhof Magden tätig und Mitglied der Arbeitsgruppe ist, präsentierte seine persönlichen Favoriten der bisherigen «sauberes Fricktal»-Aktionen.
Drittes Bild: Anna Hoyer, Co-Geschäftsführerin des Juraparks Aargau, zeigte den neuen Perimeter der Mitgliedsgemeinden auf.
Fotos: Sonja Fasler