(im) Die Reformierte Kirchgemeinde Wegenstettertal schliesst die Jahresrechnung 2025 trotz tieferer Steuereinnahmen als budgetiert mit einem Ertragsüberschuss von 26'481 Franken ab. Die Kirchgemeindeversammlung vom 28. Juni genehmigte die Rechnung einstimmig. Die Steuereinnahmen beliefen sich auf knapp 461'000 Franken.
Der Überschuss wird dem Rückstellungsfonds zugewiesen, nachdem diesem im vergangenen Jahr bereits 30'000 Franken entnommen worden waren. Finanzressortleiter Roger Leuenberger bezeichnete dies als wichtige Vorsorge für ausserordentliche Ereignisse. So verursachte ein Wasserschaden im Keller einen Totalschaden an der Wärmepumpe, dessen Kosten jedoch von der Gebäudeversicherung gedeckt wurden.
Die Mitgliederzahl sank per Ende 2025 von 801 auf 786. Vor diesem Hintergrund treibt die Kirchenpflege die Zusammenarbeit mit der reformierten Kirchgemeinde Möhlin weiter voran und prüft eine mögliche Fusion, wie Kirchenpflegepräsidentin Ruth Imhof-Moser in ihrem Jahresbericht darlegte.
Personell gab es mehrere Veränderungen: Barbara Garden-Jegge aus Zuzgen wurde neu in die Kirchenpflege gewählt. Die HR-Fachfrau übernimmt künftig das Ressort Personal. Seit Oktober 2025 vertritt Pfarrerin Maria Doka während des Mutterschaftsurlaubs von Pfarrerin Irina Schweighoffer-van Bürck die Pfarrstelle. Zudem wird Elisabeth Jakober ab August als diakonische Mitarbeiterin im Bereich Seelsorge und Begleitung tätig sein. Sie soll das Pfarramt entlasten, nachdem auf Wunsch der Pfarrerin das Stellenpensum von 80 auf 50 Prozent reduziert werden soll. Gleichzeitig werden weitere Synergien mit der Kirchgemeinde Möhlin geprüft.
Erfreulich entwickelte sich der neu eingeführte ökumenische Religionsunterricht. Auch ökumenische Gottesdienste sowie Vortragsveranstaltungen fanden grossen Anklang. Sharon Schiller beendete Ende Mai ihre Ausbildungszeit als Sozialpädagogin in der Kirchgemeinde und setzt ihre Ausbildung an einer anderen Kirchgemeinde fort. Ein Mitwirkungsanlass zur Zusammenarbeit mit Möhlin und einer möglichen Fusion bot den Gemeindegliedern zudem Gelegenheit, ihre Anliegen und Erwartungen einzubringen.