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Die Fricker Samariter vor dem Maison Cailler. Foto: zVg
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Samariterverein Frick geht auf Reisen

(ek) Am vorletzten Wochenende rückte der Samariterverein Frick zu einem ganz besonderen Einsatz aus. Ziel: das Welschland. Auftrag: noch etwas unklar. Ausrüstung: gute Laune, Hunger und genügend Platz im Magen. 

Kaum war der berühmte Röstigraben überquert, wurde schnell klar: Erste Hilfe würde an diesem Wochenende vermutlich höchstens bei akutem Schokoladen- oder Käseentzug benötigt. Der erste Einsatz führte die Samariter am Samstag direkt ins Maison Cailler. Zwischen Schokolade, Pralinés und allerlei süssen Versuchungen wurde natürlich gewissenhaft degustiert – schliesslich wollten alle ihren Bildungsauftrag ernst nehmen. Und wie es sich für Samariter gehört, wurde selbstverständlich darauf geachtet, dass niemand unterzuckert nach Hause gehen musste.

Nach so viel Schokolade folgte das, was bei einem Vereinsausflug offenbar gesetzlich vorgeschrieben ist: eine Wanderung. Ob diese tatsächlich der Landschaft wegen geplant war oder lediglich dazu diente, genügend Kalorien für das Abendessen zu verbrennen, konnte bis heute nicht abschliessend geklärt werden. Sicher ist nur: Alle kamen heil am Ziel an und der Erste-Hilfe-Koffer blieb ungeöffnet.

Am Abend folgte dann bereits der nächste schwere Einsatz: Fondue! Und da Integration bekanntlich durch den Magen geht, gaben die Samariter selbstverständlich ihr Bestes. Brot verloren? Käse verschüttet? Gabel versenkt? Was am Fondue-Tisch passiert ist, bleibt am Fondue-Tisch. 

Am Sonntag wurde die kulinarische Weiterbildung konsequent fortgesetzt. Nach Schokolade folgte im Maison du Gruyère das nächste Schweizer Kulturgut: Käse. Spätestens jetzt war klar, dass die Reiseplanung einem ausgeklügelten Konzept folgte: essen – etwas bewegen – wieder essen.

Damit neben all den Kalorien auch noch etwas Kultur Platz fand, stand zum Abschluss die Besichtigung des Château Gruyère auf dem Programm. Für kurze Zeit fühlten sich die Samariter/innen wie Könige und Königinnen. Einige fanden sich vermutlich erstaunlich schnell in ihrer neuen Rolle zurecht. Auf Bedienstete, die einem Schokolade und Käse nach Hause tragen, warteten die Samariter allerdings vergeblich.

Am Ende dieses Wochenendes konnten alle eine durchwegs positive Einsatzbilanz ziehen: alle Samariter losgefahren, alle zurückgekommen, keine Verletzten, keine Vermissten – dafür jede Menge Schokolade, Käse, Fondue und gute Laune. Und das Wichtigste: Zwischen all den kulinarischen «Notfällen» wurde viel gelacht, geredet und gemeinsam erlebt. Genau solche Ausflüge zeigen, dass ein Verein eben nicht nur aus Übungen und Einsätzen besteht, sondern vor allem aus den Menschen, die ihn ausmachen.

So kehrten alle am Sonntagabend wieder über den Röstigraben zurück – als Team noch etwas näher zusammengerückt und die Hosen vermutlich etwas enger als bei der Abfahrt. Fazit des Wochenendes: Der Erste-Hilfe-Koffer blieb zu, der Käsemagen nicht. Einsatz erfolgreich beendet!

Bild: Die Fricker Samariter vor dem Maison Cailler. Foto: zVg