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Aufmerksame Betreuung der Obligatorisch-Schützen beim Nachschiesskurs in der regionalen Schiessanlage in Buchs. Foto: wr

10'000 Schuss für die Bürgerpflicht – 422 Teilnehmer am Obligatorisch-Nachschiesskurs im Lostorf in Buchs

(wr) Am letzten Novembersamstag kam der Aargauer Schiesssportverband (AGSV) einem landesweiten Bedürfnis dienstpflichtiger Armeeangeghöriger nach. 422 Besitzer eines Sturmgewehrs nützten in Buchs die allerletzte Chance, das Obligatorischprogramm 2021 zu schiessen.

Landauf, landab bieten Schweizer Schützenvereine im Laufe des Jahres Obligatorischübungen an. Dienstpflichtige Sturmgewehrschütz(inn)en, die sämtliche Termine in ihrer Region versäumen, haben im Herbst die Möglichkeit, einen kantonalen Nachschiesskurs zu besuchen. Den allerletzten Termin bietet der Aargau Ende November an. Organisiert vom AGSV, kann auf der Regionschiessanlage Lostorf in Buchs das «Obligatorische» mit 5 Schüssen auf die A-Scheibe und 15 Schüssen auf die B-Scheibe absolviert werden. Jedes Jahr nützen Angehörige der Armee aus der ganzen Schweiz diese Gelegenheit.

Zahlreiches «Stammpublikum»
Für die Organisation ist seit zwölf Jahren Urs R. Boller, Finanzchef im AGV, verantwortlich. Er zählt auf ein eingespieltes Team mit über 30 Helfern, darunter fast der gesamte Verbandsvorstand. Der Teilnehmerrekord am Aargauer Nachschiesskurs liegt bei 614 Schützinnen und Schützen im Jahr 2018. Im letzten Jahr war dieser Anlass coronabedingt ausgefallen, nun nützten 422 Schiesspflichtige die letzte Gelegenheit. Wer das Obligatorische nicht absolviert, handelt sich einen Strafbefehl mit einer Busse in dreistelligem Betrag ein.
«Wir haben sozusagen ein Stammpublikum aus der ganzen Schweiz», beschreibt Boller das Einzugsgebiet. So schoss in diesem Jahr beispielsweise ein Sturmgewehrschütze aus Thusis zum dritten Mal hintereinander sein Obligatorischprogramm im aargauischen Buchs. Ein Dienstpflichtiger reiste aus dem freiburgischen St. Martin an. Den weitesten Weg legte ein Schütze aus Le Locle zurück. Aus dem militärischen Wiederholungskurs in Losone fuhr er nach Buchs, ehe er den Heimweg in den Kanton Neuenburg unter die Räder nahm.

«Da gehts zur Anmeldung»: Betriebsleiter Bruno Baumer. Foto: wr«Ein spezieller Tag»
Seine Premiere als Aargauer Kreiskommandant erlebte in Buchs Patrick Koller. «Das ist für mich, für alle Teilnehmer und auch alle Funktionäre hier ein spezieller Tag», kommentierte er den einwandfrei ablaufenden Schiessanlass.
Alle Hände voll zu tun hatte ein letztes Mal Bruno Baumer. Der Betriebsleiter der Schiessanlage, der Ende März 2022 pensioniert wird, war für die Rekrutierung der 15 Schützenmeister verantwortlich und somit für einen unfallfreien Ablauf des Schiesstages. Auch wenn er hin und wieder energisch eingreifen musste, wenn sich nicht alle Schützen an die Sicherheitsvorschriften hielten, bewältigte er seine Aufgabe zum zwölften Mal ohne negativen Zwischenfall.

Erfolgsquote von 99,5 Prozent
Viel Fingerspitzengefühl gefragt war von den Schützenmeistern, darunter auch Frauen. Bei den weniger treffsicheren Teilnehmern galt es vor allem, die Nervosität zu bekämpfen und das Visier optimal einzustellen. Nur 16 Schützen erfüllten die Anforderung von 42 Punkten bei höchstens drei Nullern nicht. In diesem Fall stand für eine Wiederholung ein besonders versiertes Betreuerteam zur Seite, womit schliesslich 420 Teilnehmer nach total 10’0000 verschossenen Patronen ein Erfolgserlebnis hatten. Das ergibt eine Quote von 99,5 Prozent.

Bilder
Erstes Bild: Aufmerksame Betreuung der Obligatorisch-Schützen beim Nachschiesskurs in der regionalen Schiessanlage in Buchs. Foto: wr
Zweites Bild: «Da gehts zur Anmeldung»: Betriebsleiter Bruno Baumer. Foto: wr
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