(vfh) Der Aargauer Verein Volunteers for Humanity aus Oberentfelden hat nach Abklärungen vor Ort hochwertiges Material für den Hilfsgüter-Transport in die Ukraine gekauft. Ermöglicht wurde dies durch Spenden für das medizinische Projekt. Zudem sind zahlreiche Hilfsmittel auf dem Weg nach Kiew, die der Verein von Gesundheitseinrichtungen als Sachspenden erhalten hat.
Volunteers for Humanity hat gestern Samstag den ersten Transport mit medizinischen Hilfsgütern für die Ukraine in diesem Jahr durchgeführt. Mit den Spenden für das medizinische Projekt des Vereins wurden drei Handultraschall-Geräte gekauft, mit denen mobile Gesundheitsteams abseits der Ballungszentren Untersuchungen durchführen können. Zudem ermöglichten die finanziellen Mittel den Kauf von 620 Spezialdruckverbänden, 1000 Wundverbänden in unterschiedlichen Grössen, 125 speziellen Verbänden für Brandwunden und weiterem Material, das insbesondere für die Notfall-Versorgung dringend benötigt wird. Darunter befinden sich auch 40 Knochenmark-Infusionsnadeln, mit denen Schwerverletzten eine Infusion direkt ins Knochenmark gegeben werden kann.
Beschafft wurden ausserdem 20 Tragetücher für die Evakuierung Schwerverletzter und zehn Tourniquets. Mit Letzteren werden durch schwere Verletzungen der Extremitäten verursachte Blutungen abgebunden. Die eingegangenen Spenden ermöglichten den gezielten Zukauf von Material im Wert von 27'000 Franken.
Auf dem Weg nach Kiew sind zudem Spitalbetten, Liegen, Matratzen, Rollstühle, Krücken und weitere Hilfsmittel. Verschiedene medizinische Einrichtungen haben diese Güter Volunteers for Humanity als Sachspende überlassen. „Der Bedarf an Material ist immens“, sagt Andreas Franke, Projektleiter medizinische Hilfe. „Das medizinische Personal arbeitet unter grossem Druck und
schwierigsten Verhältnissen.“ Die Hilfsgüter sollen dazu beitragen, ihre Arbeit zumindest punktuell zu erleichtern.
www.volunteersforhumanity.ch