(jfdp) Die Jungfreisinnigen Aargau fordern, dass Schülerinnen und Schüler, die nachweislich an Gewalt, Sachbeschädigungen, Körperverletzungen oder organisierten Vandalenakten an der Kantonsschule Wettingen beteiligt waren, in diesem Jahr keine Matura erhalten. Gleichzeitig warnen die Jungfreisinnigen vor einer Pauschalverurteilung der gesamten Kantonsschule Baden oder aller anwesenden Schülerinnen und Schüler.
Gemäss Medienberichten kam es an der «Uselütete» der Kantonsschule Wettingen zu massiven Ausschreitungen mit Verletzten und Sachschaden. Nun wurde die Schule erneut zum Ziel eines Angriffs: Unbekannte beschädigten Bücher, Räume und das Dach im denkmalgeschützten Bereich. Ob beim jüngsten Vandalenakt erneut Schülerinnen oder Schüler der Kantonsschule Baden beteiligt waren, ist derzeit nicht bestätigt.
Die Jungfreisinnigen Aargau fordern deshalb, dass die konkret Verantwortlichen konsequent ausfindig gemacht und zur Verantwortung gezogen werden. Wer nachweislich Personen verletzt oder Sachen beschädigt hat, soll in diesem Jahr keine Matura erhalten. «Die Maturität bewertet nicht nur schulische Leistungen, sondern ist auch ein Reifezeugnis. Wer kurz vor dem Abschluss derart handelt, zeigt gerade diese Reife nicht», sagt Etienne Frey, Präsident der Jungfreisinnigen Aargau.
Die Jungfreisinnigen Aargau fordern zudem, dass strafbare Handlungen konsequent angezeigt und verfolgt werden. Wer Personen verletzt oder gefährdet hat, muss sich den strafrechtlichen Konsequenzen stellen. Wer Sachschaden verursacht hat, soll diesen ersetzen und gegenüber der Kantonsschule Wettingen sowie den Betroffenen angemessene Wiedergutmachung leisten. Sollte sich bestätigen, dass auch beim jüngsten Vandalenakt Schülerinnen oder Schüler der Kantonsschule Baden beteiligt waren, müssen für sie dieselben Konsequenzen gelten.
«Es wäre falsch, wegen einzelner Randalierer ganze Schulen oder Jahrgänge unter Generalverdacht zu stellen», sagt Elia-Luca Feltrin, Präsident der Jungfreisinnigen Baden-Zurzach. «Genauso falsch wäre es aber, sol-che Vorfälle als jugendlichen Übermut zu verharmlosen.»
Die Jungfreisinnigen Aargau betonen, dass die «Uselütete» und andere Abschlussrituale erhalten bleiben müssen. Solche Traditionen dürfen nicht wegen einzelner Chaoten abgeschafft oder überreguliert werden. Gerade damit friedliche Abschlussfeiern auch in Zukunft möglich bleiben, braucht es klare Regeln, konsequente Sanktionen und persönliche Verantwortung.