(pd) Der Klingnauer Stausee ist ein herausragendes Naturschutzgebiet. Gleichzeitig ist er ein stark frequentiertes Naherholungsgebiet, das jedes Jahr rund 100'000 Besuchende anlockt.
Die bisherigen Massnahmen zur Besucherinformation und -lenkung reichen nicht aus, um der Bedeutung des Schutzgebiets und dem wachsenden Erholungsdruck gerecht zu werden. Ab Mai 2026 wird ein «Rangerdienst Klingnauer Stausee» die Reservatsaufsicht ergänzen. Seit 1988 ist der Klingnauer Stausee durch ein kantonales Dekret geschützt. Seit 1992 gilt er als Wasser- und Zugvogelreservat von internationaler Bedeutung, ist Teil des Auenschutzparks Aargau und umfasst Flachmoore und Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung. Gleichzeitig ist er ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet für unzählige Spaziergängerinnen und Spaziergänger, Velofahrer, Skater, Fischer, Ornithologen oder Fotografen. Klar ist: Der Erholungsdruck in der Region wird weiter steigen.
Heute erfolgt die Beaufsichtigung der Besuchenden und der Vollzug jagdpolizeilicher Aufgaben durch einen Reservatsaufseher. Seit 2019 hilft das Naturzentrum von BirdLife als Anlaufstelle für Fragen und sensibilisiert die Besuchenden in ihrer Ausstellung und auf Führungen. Ergänzend soll ein «Rangerdienst Klingnauer Stausee» zur Sensibilisierung der Erholungssuchenden durch häufigere Information vor Ort sowie eine vertiefte Aufklärung der Schutzziele zur Abdeckung der Aufgaben gemäss dem Klingnauer-Stausee-Dekret beitragen. Die Hauptaufgabe dieses Rangerdienstes wird die Information der Besuchenden draussen im Schutzgebiet sein. Auf regelmässigen Rundgängen werden die Mitarbeitenden Fragen vor Ort beantworten, die Besuchenden über die Naturwerte informieren und für den Schutz des Klingnauer Stausees sensibilisieren. Der «Rangerdienst Klingnauer Stausee» wird im Auftrag des Departements Bau, Verkehr und Umwelt durch das BirdLife-Naturzentrum organisiert und wird im Mai 2026 seinen Betrieb aufnehmen.