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Hauptsitz der Aargauischen Kantonalbank in Aarau

Das Halbjahresergebnis der Aargauischen Kantonalbank (AKB) zeigt ein anhaltend starkes Wachstum im Kundengeschäft

(pd) Das Halbjahresergebnis der Aargauischen Kantonalbank (AKB) fällt sehr solide aus, trotz des in der Berichtsperiode für die AKB unvorteilhaften Tiefzinsumfeldes. Wesentlich zu diesem erfreulichen Ergebnis tragen das Wachstum bei den Hypotheken und die hohe Nachfrage nach Anlagelösungen bei.

Geschäftsvolumen erneut gesteigert

Im ersten Halbjahr 2026 wachsen die Ausleihungen um 0,9 Milliarden Franken (+3,2%) und erreichen erstmals die Marke von 30 Milliarden Franken. Die Kundengelder steigen um 0,7 Milliarden Franken (+2,5%), und das Depotvolumen legt dank Neugeldern von 0,4 Milliarden Franken und einer erfreulichen Börsenperformance um insgesamt 1,2 Milliarden Franken (+5,9%) zu. Das Businessvolumen wächst demnach um 2,7 Milliarden Franken (+3,5%) auf den Höchststand von 77,0 Milliarden Franken.

Geschäftsertrag trotz Tiefzinsumfeld fast auf Vorjahresniveau

In der Berichtsperiode erzielt die AKB einen Geschäftsertrag von 244,1 Millionen Franken und liegt damit nur 3,6 Millionen Franken (–1,5%) unter dem Vorjahresergebnis. Der hohe Anteil SARON-basierter Geldmarkthypotheken führt aufgrund des tieferen Leitzinses der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erwartungsgemäss dazu, dass sich der Zinsertrag um 31,5 Millionen Franken (–15,0%) reduziert. Dies entspricht einer deutlichen Entlastung der Kreditkosten für die Kundinnen und Kunden. Der tiefere Zinsaufwand kompensiert dabei die Ertragsreduktion nur teilweise, womit der Brutto-Zinserfolg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,8 Millionen Franken (–3,8%) geringer ausfällt.

Durch die vorausschauende und vorsichtige Risikopolitik kommt es zu einem Bildungsüberhang bei den Wertberichtigungen auf gefährdete Kreditpositionen von 4,9 Millionen Franken. Der Netto-Zinserfolg beläuft sich auf insgesamt 167,5 Millionen Franken (–7,3%). Dank aktiver Marktbearbeitung bei gleichzeitig hoher Anlagekompetenz setzt die AKB ihr starkes Wachstum mit den Wertschriftenbeständen ihrer Kundinnen und Kunden fort. Als Resultat steigt der Kommissionserfolg um hohe 7,8 Millionen Franken (+16,1%) auf 55,9 Millionen Franken und übertrifft die eigenen Erwartungen damit deutlich.

Das Handelsgeschäft verbleibt mit einem Ertrag von 15,8 Millionen Franken auf dem Niveau des sehr guten Vorjahres (–0,6%) und zeigt insbesondere beim Devisengeschäft eine anhaltend erfreuliche Entwicklung. Der übrige ordentliche Erfolg fällt aufgrund von Veräusserungen von nicht strategischen Finanzanlagen mit 4,9 Millionen um 1,9 Millionen Franken (+65,6%) deutlich höher aus als im Vorjahr.

Dieter Widmer, Direktionspräsident der AKB, zeigt sich mit dem Halbjahresergebnis 2026 sehr zufrieden: «Es ist uns im ersten Halbjahr ausserordentlich gut gelungen, die Ertragsausfälle, die sich für uns durch das Tiefzinsumfeld ergeben haben, mehrheitlich zu kompensieren. Im letzten Halbjahr haben sich erneut viele neue Kundinnen und Kunden für die AKB entschieden, und die bestehenden haben ihre Geschäftsbeziehung mit der AKB weiter ausgebaut. Dies zeigt eindrücklich, dass die Kundennähe, verbunden mit einer hohen Professionalität und einem stabilen Geschäftsmodell, Vertrauen schafft.»

Moderat höherer Geschäftsaufwand

Der Personalaufwand für das erste Halbjahr 2026 beträgt 74,8 Millionen Franken und fällt um 1,2 Millionen Franken (+1,6%) höher aus. Der Sachaufwand liegt mit 47,3 Millionen Franken (+0,1%) auf dem Vorjahreswert und unterstreicht die nachhaltige Kostenkultur bei der AKB. In der Summe ergibt dies gegenüber dem Vorjahr einen um 1,2 Millionen Franken (+1,0%) moderat höheren Geschäftsaufwand von 122,1 Millionen Franken. Mit dem leicht tieferen Geschäftsertrag steigt die Cost-Income-Ratio im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,2 Prozentpunkte auf 50,0% an. Unter Berücksichtigung der sehr tiefen Wertberichtigungen aus dem übrigen Geschäft und der Abschreibungen ist die AKB nach wie vor eine der effizientesten Schweizer Banken.

Solider Halbjahresgewinn

Der Geschäftserfolg im ersten Halbjahr 2026 beträgt 118,5 Millionen Franken und liegt um 6,7 Millionen Franken (–5,4%) unter dem Vorjahresergebnis. Damit übertrifft die AKB ihre Erwartungen deutlich. Zur Stärkung des Eigenkapitals werden 11,3 Millionen Franken (–29,4%) den Reserven für allgemeine Bankrisiken zugewiesen. Der Halbjahresgewinn nimmt um 2,1 Millionen Franken (–2,1%) auf weiterhin solide 101,4 Millionen Franken ab. Für das Geschäftsjahr 2026 erhöht die AKB ihre Prognose und erwartet ein Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau.

Weitere Informationen und Berichte gibt es auf der AKB-Seite

Bild: Hauptsitz der Aargauischen Kantonalbank in Aarau
Foto: zVg