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Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Die neue Visualisierung zeigt die Ödenburg in ihrer letzten Ausbauphase um 1180 nach Christus. Anders als bei jüngeren, «klassischen» Adelsburgen fehlt bei dieser frühen Anlage noch ein Wohnturm. Eine steinerne Wehrmauer mit Torturm und repräsentativem Gebäude umfassen einen Innenhof, in dem mehrheitlich leichte Holz- und Fachwerkbauten standen. Foto: Archäologie Baselland und Joe Rohrer, Luzern

Die Ödenburg bei Wenslingen – frisch präsentiert

(pd) Die Ruine der Ödenburg ist eine der ersten mittelalterlichen Adelsburgen im Oberbaselbiet. Sie wurde 2022 umfassend saniert und mit neuen Grillplätzen ausgestattet. Die aktualisierte Infotafel zeigt eine neue wissenschaftliche Illustration, wie man sich die Burg im 11./12. Jahrhundert vorzustellen hat. Das Burgenland Baselbiet ist damit um eine Perle reicher.

Die Ödenburg bei Wenslingen gehört zu den ältesten Burgruinen des Kantons Basel-Landschaft. In den Jahren 1941/42, 1968 und 1976/79 wurde sie vollständig archäologisch untersucht. 1980 erfolgten die Konservierung des Mauerwerks und die Erschliessung der Ruine für die Bevölkerung. Neben der Sanierung der erhaltenen Mauern wurde in diesem Jahr auch die Besucherinfrastruktur mit Grillstellen und Informationstafel erneuert. Nun steht die Ödenburg der Bevölkerung wieder als Freizeit- und Lernort in frischem Kleid zur Verfügung.

Die frisch restaurierte Burgruine (Teil der Wehrmauer mit Anbau, neue Infotafel).Ein neues Bild der alten Burg
Was die Archäologen von der Ruine freilegten, passte in kein gewohntes Bild. Die Funde – Steigbügel, Reitsporen, Armbrustgeschossspitzen und vieles mehr – wiesen auf ein adeliges Milieu hin. Aber eine klassische Burg sieht anders aus: vor allem fehlt ein markanter Wohnturm. Das liegt an der Zeit ihrer Erstellung und Nutzung: Sie wurde im frühen 11. Jahrhundert vermutlich von den Grafen von Tierstein gegründet und bereits um 1180 wieder aufgegeben. Die «klassischen» Burgen, wie man sie kennt, stammen mehrheitlich erst aus dem 13./14. Jahrhundert.
Eine wissenschaftliche Illustration, basierend auf den Grabungsergebnissen und besser erhaltenen Vergleichen, zeigt nun erstmals, wie man sich eine der ersten Adelsburgen des Oberbaselbiets vorzustellen hat. Eine aktualisierte Infotafel vor Ort, ein neuer Flyer sowie ein überarbeiteter Auftritt auf der Website der Archäologie Baselland runden das Angebot ab.

3D-Modell der frisch restaurierten Burgruine, Blick von Osten. Foto: Archäologie Baselland, Jan von Wartburg.Vorbildliches Betreuungsmodell
Eine Burgruine braucht jährliche Pflege, um langfristig zu überdauern. Die Feuchtigkeit und Frost ausgesetzten Mauern müssen überwacht und die Anlage vor dem Zuwachsen bewahrt werden. Für den Unterhalt und die Pflege des Areals ist die 1974 vom Rotary-Club Sissach-Oberbaselbiet gegründete «Stiftung Ödenburg» zuständig. Sie organisiert jeden Herbst einen Putztag, an dem Jung und Alt in gemeinschaftlicher Freiwilligenarbeit die Anlage mähen, von Moos und Gestrüpp befreien sowie die Mauern auf allfällige Schäden überprüfen.
Auch die aktuelle Sanierung wurde von vielen Händen getragen. Nebst kleineren Spenden an die Stiftung haben der Swisslos-Fonds des Kantons Basel-Landschaft, das Bundesamt für Kultur, der Rotary-Club Sissach-Oberbaselbiet, die Ernst Göhner Stiftung, die UBS Kulturstiftung, die Burgenfreunde beider Basel sowie Bürger- und Einwohnergemeinde Wenslingen namhafte Beiträge geleistet. Die Stiftung Baustelle Denkmal hat Zivildienstleistende zur Verfügung gestellt. Allen, die auf diese vorbildliche Weise zum Erhalt des prächtigen «Burgenlands Baselbiet» beitragen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Bilder
Erstes Bild: Die neue Visualisierung zeigt die Ödenburg in ihrer letzten Ausbauphase um 1180 nach Christus. Anders als bei jüngeren, «klassischen» Adelsburgen fehlt bei dieser frühen Anlage noch ein Wohnturm. Eine steinerne Wehrmauer mit Torturm und repräsentativem Gebäude umfassen einen Innenhof, in dem mehrheitlich leichte Holz- und Fachwerkbauten standen. Foto: Archäologie Baselland und Joe Rohrer, Luzern
Zweites Bild: Die frisch restaurierte Burgruine (Teil der Wehrmauer mit Anbau, neue Infotafel).
Drittes Bild: 3D-Modell der frisch restaurierten Burgruine, Blick von Osten. Foto: Archäologie Baselland, Jan von Wartburg.