(sp) Die SP Aargau nimmt die vorgesehene Anpassung des Richtplaneintrags zur Umfahrung Wohlen zur Kenntnis und stimmt dieser zu.
Wie bereits in der Anhörung festgehalten, sollen die kurz- und mittelfristigen Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation prioritär umgesetzt werden. Dazu gehören insbesondere die Stärkung des öffentlichen Verkehrs, Optimierungen entlang der Bünztalachse sowie ein wirksames Verkehrsmanagement. Diese Massnahmen sind gegenüber dem Bau neuer Strassenverbindungen vorrangig weiterzuentwickeln.
Die SP Aargau hält fest, dass die Entlastungswirkung einer Umfahrung Wohlen nach aktueller Einschätzung begrenzt ist. Der Anteil des Durchgangsverkehrs im Zentrum ist vergleichsweise klein und verteilt sich auf verschiedene Fahrbeziehungen. Gleichzeitig weisen sämtliche geprüften Umfahrungsvarianten negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft auf. Auch Landschafts- und Ortsbild würden beeinträchtigt, während die Kosten hoch ausfallen würden. Aus Sicht der SP Aargau ist es deshalb richtig, dass eine Umfahrung von Wohlen derzeit nicht prioritär weiterverfolgt wird. «Die Verkehrsprobleme in Wohlen lassen sich kurzfristig und wirksam mit gezielten Verbesserungen beim öffentlichen Verkehr und einem besseren Verkehrsmanagement angehen. Teure und umweltbelastende Strassenprojekte dürfen erst dann geprüft werden, wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind», hält Marius Fedeli, Grossrat der SP Aargau, fest.
Gleichzeitig erachtet die SP Aargau die Sicherung langfristiger Umfahrungsoptionen im Richtplan als sinnvoll. Mit der Raumsicherung bleibt eine ergebnisoffene Planung möglich. Die vorgeschlagene Anpassung stellt gegenüber dem bisherigen Richtplaneintrag eine Verbesserung dar, da neben einer angepassten Linienführung auch weitgehend unterirdische Varianten geprüft werden können. Dies ermöglicht eine sorgfältige Interessenabwägung und reduziert potenzielle Auswirkungen auf Siedlungsgebiete, Landwirtschaftsflächen sowie sensible Natur- und Gewässerräume. Zudem wurde aufgezeigt, dass die Lage des heutigen Richtplaneintrags unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht mehr zweckmässig ist und deshalb angepasst werden soll. Die SP Aargau begrüsst, dass die lokal wirksamen Verkehrsmassnahmen unabhängig vom Richtplaneintrag und einem allfälligen Umfahrungsprojekt bereits heute im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts umgesetzt werden können.