(bb) An der Generalversammlung von Gleichstellung Aargau am 5. Mai in Aarau blickte der Verein auf ein engagiertes und wirkungsvolles Vereinsjahr zurück und stellte gleichzeitig wichtige Weichen für die Zukunft. Im Zentrum standen der weitere Ausbau der Gleichstellungsarbeit im Kanton Aargau sowie die strukturelle Stärkung durch Kooperationen.
Präsidentin Sabine Sutter-Suter betonte in ihrem Jahresbericht, dass sich der Verein in kurzer Zeit als kompetente Anlaufstelle für Gleichstellungsfragen etabliert hat. Trotz begrenzter Ressourcen konnte die öffentliche Präsenz deutlich gesteigert, ein neues Beratungsangebot aufgebaut und die Beteiligung an politischen Prozessen verstärkt werden.
Ein wichtiger Meilenstein ist die vertiefte Zusammenarbeit mit der Frauenzentrale Aargau. Diese wird künftig die operative Führung der geplanten Fachstelle Gleichstellung übernehmen, während sich der Verein stärker auf strategische und politische Aufgaben konzentrieren kann. Auch das neu aufgebaute Beratungsangebot stiess auf konkrete Nachfrage: Neben Anfragen von Privatpersonen wandte sich erstmals auch ein Unternehmen an den Verein, um Unterstützung in Gleichstellungsfragen zu erhalten . Dies unterstreicht den wachsenden Bedarf an niederschwelliger, fachlicher Beratung.
Vorstand wiedergewählt
Der Vorstand (Sabine Sutter-Suter, Oliver Hunziker, Béa Bieber) wurde einstimmig wiedergewählt, was das Vertrauen der Mitglieder in die geleistete Arbeit und die strategische Ausrichtung des Vereins unterstreicht.
Ein besonderer Moment der Versammlung war die Würdigung und Verabschiedung verdienter Persönlichkeiten, die den Verein und die Gleichstellungsarbeit im Kanton Aargau massgeblich geprägt haben. Mit grossem Dank wurden unter anderem engagierte Mitwirkende aus Politik, Gesellschaft und Facharbeit verabschiedet, die sich in unterschiedlichen Funktionen im Verein für Gleichstellung eingesetzt haben.
Neben den statutarischen Geschäften bot die Veranstaltung auch Raum für inhaltlichen Austausch: Im Anschluss an die Versammlung hielt Nicole Schäuble (ninetostrive GmbH) ein Referat zum Thema «Work-Life-Balance und Care-Arbeit – strukturelle Hindernisse und Wege zur Gesundheit», das auf grosses Interesse stiess. Mit einem inteaktiven Tool konnten die TeilnehmerInnen direkt selber prüfen, was sie bereits für eine gute Resilienz tun und wo sie noch Verbesserungspotential sehen. Auf jeden Fall war für alle etwas dabei, das sie nun aktiv in ihren Alltag einbauen wollen.
Für das kommende Jahr plant Gleichstellung Aargau, die Öffentlichkeitsarbeit weiter auszubauen, das Beratungsangebot zu stärken und sich weiterhin aktiv in gleichstellungspolitische Prozesse einzubringen. Dank der verstärkten Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen sieht sich der Verein gut aufgestellt, um seine Wirkung nachhaltig zu erhöhen .