(juso) Am Samstag, 17. Januar, hat die Juso Aargau an ihrer Jahresversammlung ein Zeichen für Inklusion von behinderten Menschen gesetzt, Parolen zu den Abstimmungen vom 8. März gefasst und ihre Gegenkampagne zur JSVP-Initiative mit mehreren Jungparteien lanciert. Ausserdem haben die Jungsozialist*innen einen neuen Co-Präsidenten gewählt: Ugur Diktas, er führt die Jungpartei nun gemeinsam mit Meli Del Fabro – Meli wird per August vom Amt zurücktreten.
Nach den üblichen formellen Angelegenheiten, wie Jahresbericht, -rechnung und -budget fürs nächste Jahr, die an Jahresversammlungen verabschiedet werden, haben die Jusos zu ihrem kantonalen Projekt zu Anti-Ableismus eine Fotoaktion zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit durchgeführt. Mit einer grossen Sonnenblume machen sie aufmerksam auf sog. «unsichtbare Behinderungen» und fordern die Politik auf, mehr für den Schutz und die Umsetzung von Menschenrechten für behinderten Menschen zu tun. Passend dazu haben sie am 3. Dezember des letzten Jahres eine Petition zur Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention gestartet.
Leiter des Anti-Ableismus-Projekts stellt klar: «Als behinderter Mensch spüre ich oft das mangelnde Interesse nicht-behinderter Menschen am Thema Behinderung. Damit uns endlich wenigstens grundlegende Rechte zustehen, braucht es schnellstmöglich eine Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention.»
Weiter haben sich die Jungsozialist*innen antifaschistisch gebildet – sie fokussieren sich 2026 auf antifaschistischen Aktivismus und wollen sich besser vernetzen. Danach haben die Jusos die Parolen zu den Abstimmungen vom 8. März gefasst: «Nein» zur unnötigen Blitzerinitiative der JFDP, «Nein» zur extremen Sozialhilfekürzungsinitiative der JSVP, «Ja» zur Individualbesteuerung, der Klimafondsinitiative und dem direkten Gegenvorschlag der Bargeldinitiative und «Nein» zur SRG-Halbierungsinitiative.
Am Samstag hat Meli Del Fabro ausserdem den eigenen Rücktritt per August mitgeteilt. Als Unterstützung und Weiterführung wurde Ugur Diktas neu ins Co-Präsidium gemeinsam mit Meli gewählt, er freut sich auf sein Amt. «Menschenverachtende Politik macht leider auch vor dem Aargau nicht Halt, hier wo die Junge SVP nach unten tritt und Sozialhilfebezüger*innen angreift statt Superreiche. Ich möchte mich in meinem Amt für einen solidarischen Kanton einsetzen - Wir kämpfen für den Menschen statt für das Kapital“», so findet der neue Co-Präsident klare Worte.