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Auch Nutztiere verdienen artgerechte Rettung. Foto: SUST

Neue Dimensionen – Das Tierschutzjahr 2022 der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz in Zahlen

(pd) Im 2022 war die Tierschutzhilfe der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) gefragter denn je. Der Krieg in der Ukraine, die Preiserhöhungen und die grossen Reisen, die endlich wieder möglich waren, forderten unzählige Opfer: Tiere wurden obdachlos, zurückgelassen, abgegeben, ausgesetzt.

Dies führte zu grosser Not in den Tierheimen: zu wenig Platz, zu viele Tiere, zu wenig Geld, zu hohe Kosten und immer weniger Spenden. Umso beeindruckender sind die Zahlen des Tierschutzjahres 2022, in dem die SUST dank Zusatzeinsätzen zielgerichtet unzähligen Tieren in Not helfen konnte. Bereits knapp 50‘000 Tiere fanden seit der Gründung des ersten Tierwaisenhospitals vor 7 Jahren Zuflucht und veterinärmedizinische Behandlung.
Tierleid nachhaltig vermindern oder sogar verhindern, ist ein hoch gesetztes Ziel, welches die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz (SUST) seit über 22 Jahren effizient verfolgt. Auch im Jahr 2022 wurden Tierschutzprobleme an der Wurzel gepackt und dort gelöst, wo sie entstehen. Durch strategische Kastrationsaktionen leistet die SUST einen bedeutenden Beitrag, dieses Leid nachhaltig einzudämmen. Sie ermöglichte im vergangenen Jahr die tiergerechte Kastration von 25‘017 Hunden und Katzen in der Schweiz und in vielen anderen Ländern.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die vor 7 Jahren ins Leben gerufenen Tierwaisen-Hospitäler in Rumänien, Ägypten und Peru. 5 SUST-Kliniken/Zentren behandeln, operieren, pflegen und kastrierten Strassentiere und Tiere in Not kostenlos. 2022 wurden in diesen Einrichtungen 9191 Tiere behandelt und/oder operiert und 4773 kastriert. Selbstverständlich erhielten auch viele in Not geratene Tiere in der Schweiz sofortige Hilfe: Durch die SUST wurden 1’485 «ausgediente» Legehennen vor der Tötung gerettet, 208 Tieren wurden bei 18 Sprechstunden an 5 Standorten der SUST-Sozialarbeit für Tiere behandelt, 80 Rettungseinsätze für verunglückte Nutztiere durch den Grosstierrettungsdienst ermöglicht und 15 Katzen in Not wurde durch das SUST-Projekt «SaveMyLife» geholfen.
Um den Tieren, welche ihre Zeit im Tierheim verbringen müssen, artgerechte Unterbringung, veterinärmedizinische Versorgung und fachgerechte Pflege bieten zu können, brauchen viele Tierheime Unterstützung. Die SUST war dazu im vergangenen Jahr an 10 Arbeitstagen in Schweizer Tierheimen mit freiwilligen HelferInnen im Einsatz und konnte 245 Paletten Material- und Futterlieferungen an 77 SUST-Partnertierheime, -Gnadenhöfe und -Tiertafeln in der Schweiz liefern. 200 Tonnen Futter wurden an SUST-Partnertierheime in Ungarn, Rumänien, Ukraine, Libanon und in weitere Länder geliefert oder finanziert. Der Anteil für die Ukraine setzt sich wie folgt zusammen: 53 Paletten Tierfutter wurden aus der Schweiz in die Ukraine versandt, zusätzlich finanzierte die SUST Futter für 106'000  Franken— direkt vor Ort. Weitere 66 Tonnen Futter versandte die SUST aus Rumänien in die Ukraine und rund 2,5 Tonnen konnten von SUST-Partnern an der polnischen Grenze in die Ukraine gebracht werden. Um Geflüchtete mit ihren Tieren in der Schweiz zu unterstützen, bot die SUST zusätzlich kostenlose Futterabgaben und Tierarztsprechstunden im Rahmen der SUST-Sozialarbeit für Tiere an. In Zusammenarbeit mit Fressnapf wurden zudem 3000 geflüchtete TierbesitzerInnen mit einem Starterpaket unterstützt (Inhalt: für Hunde zwei Näpfe, ein Bettchen, eine Leine mit Halsband und Trockenfutter, für Katzen zwei Näpfe, ein Bettchen, eine Katzentoilette mit Streu und Trockenfutter)
Dieser enorme Einsatz wird ausschliesslich durch Spenden, Legate, der intensiven Mitarbeit von 279 SUST-TierschutzhelferInnen – und - dank vieler Tierfreunde ermöglicht. Die SUST erhält keine Unterstützung durch die öffentliche Hand. Der Jahresbericht 2022 ist ab sofort online verfügbar in Auszügen als Videoformat auf:

Bild: Auch Nutztiere verdienen artgerechte Rettung. Foto: SUST