(pd) Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura setzen die interkantonale Zusammenarbeit im Bereich der Innovationsförderung für vier weitere Jahre (2024–2027) fort.
Ziel ist es, dass der ländliche Raum mit ihren regionalen Zentren und deren KMU von der Innovationsdynamik des urbanen Zentrums profitieren und dass die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt wird. Bundesrat Guy Parmelin unterzeichnete am 6. Mai eine entsprechende Programmvereinbarung mit den drei Kantonen sowie der Regio Basiliensis.
Die positiven Erfahrungen der vergangenen Programmperiode, die Herausforderungen der Zukunft und die Charakteristika der Region veranlassten die drei Kantone dazu, ihr Engagement zugunsten des gemeinsamen Regionalen Innovationssystems (RIS) Basel-Jura fortzusetzen. Dafür stellt der Bund im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) bis Ende 2027 4,8 Mio. Franken A-fonds-perdu-Mittel für die Region bereit. Die drei Kantone beteiligen sich ihrerseits mit Mitteln in gleicher Höhe. Die Beiträge kommen Aktivitäten von Basel Area Business & Innovation in den Bereichen Gesundheitswirtschaft, Medtech & Digital Health, industrielle Transformation sowie Entrepreneurship zugute. Vermehrt werden zudem auch Massnahmen auf den Gebieten Nachhaltigkeit und Digitalisierung gefördert. Ziel ist es, die trikantonale Innovationsförderung zu stärken.
«Das 2016 gestartete RIS Basel-Jura ist nun zu 100% operativ und beginnt sich zu entfalten und nachhaltig Früchte zu tragen», so die federführende jurassische Behörde. Der Ausbau und Bezug des Switzerland Innovation Park (SIP) Basel Area zunächst in Courroux/Delémont und nun in Allschwil stellte einen bedeutenden Meilenstein dar. Die ausgebauten Büro-, Labor- und Gemeinschaftsflächen sind für Start-ups und ansiedelnde Unternehmen vorgesehen. Ein dritter SIP Basel Area-Standort befindet sich auf dem Novartis Campus in Basel. «Damit schafft das RIS Basel-Jura einen Nährboden für vermehrte Kooperationen zwischen KMU und dem Forschungs- und Entwicklungssektor. Auch wird der Wissens- und Technologietransfer vereinfacht, woraus marktfähige Produkte und Firmen entstehen können, die dann in einem nächsten Schritt in eigene Infrastrukturen oder bestehende Angebote übersiedeln können», unterstreichen die drei Kantone.
Der Verein Regio Basiliensis ist wie bisher für das Regionalmanagement des RIS Basel-Jura für die Periode 2024-2027 zuständig. Er begleitet und berät die Projekt- und Programmpartner und verwaltet im Auftrag des Bundes und der Kantone die NRP-Mittel.
Die schweizweit 23 kantonalen und sieben interkantonalen Umsetzungsprogramme der Neuen Regionalpolitik (NRP) leisten einen Beitrag dazu, die Wertschöpfung, die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortattraktivität der Regionen zu stärken.