(pd) Roche hat die Einweihung des neuen Forschungsstandorts des Institute of Human Biology bekannt gegeben. Die Eröffnung ist ein wichtiger Meilenstein in der Strategie von Roche, das transformative Potenzial menschlicher Modellsysteme nutzbar zu machen und die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente zu revolutionieren.
Thomas Schinecker, CEO der Roche-Gruppe: «Die Eröffnung des Institute of Human Biology unterstreicht unser klares Bekenntnis zur Schweiz als globalen Innovationsstandort, in den Roche jährlich rund 3,5 Milliarden Franken in Forschung investiert. Durch die Verbindung menschlicher Organoidmodelle mit künstlicher Intelligenz hat das IHB das Potenzial, die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente grundlegend zu verändern und sie vorausschauender und effizienter zu gestalten. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Patientinnen und Patienten schneller Zugang zu innovativen Therapien ermöglichen.»
Azad Bonni, Global Head und Direktor des Institute of Human Biology: «Die moderne Medizin erfordert hoch entwickelte Technologien. Durch die Entwicklung innovativer menschlicher Modellsysteme und ein besseres Verständnis von Krankheiten werden wir die Grenzen der traditionellen Forschung überwinden und voraussagen können, wie neue Therapien bei Menschen wirken werden. In der neuen Forschungseinrichtung können unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Entdeckungen an der Schnittstelle zwischen Grundlagen- und Industrieforschung machen und umsetzen. Somit erweitern sie unser Verständnis von Krankheiten und deren Behandlung.»
Das IHB nutzt Erkenntnisse aus der Krankheitsbiologie, Computational-Biology sowie der translationalen Biotechnologie, um Systeme zu entwickeln, die Krankheiten mit grosser Präzision nachbilden. Die Kombination dieser Expertise in multidisziplinären Projekten ermöglicht es Forschenden, anspruchsvolle Modelle zu entwickeln. Dazu zählen unter anderem komplexe kultivierte Gewebeproben, Organoide, mikrofluidische «Organ-on-Chip»-Technologien sowie In-silico-Modelle. Diese Modelle vertiefen unser Verständnis grundlegender Mechanismen von Krankheiten sowie Therapien und verändern die Zukunft von Forschung und Entwicklung.
In Bau 92 werden bis zu 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tätig sein. Das kollaborative Arbeitsumfeld schliesst die Lücke zwischen Grundlagen- und Industrieforschung. Das Gebäude umfasst modulare Labore, die den interdisziplinären Austausch fördern.
Roche investiert 1,4 Milliarden Franken in Basel und Kaiseraugst
Roche investiert derzeit 1,4 Milliarden Franken in die Standortentwicklung in Basel und Kaiseraugst. Seit 2016 hat Roche rund 7 Milliarden Franken in die Schweizer Standorte investiert. Zusätzlich hat Roche seit 2016 CHF 33 Milliarden in Forschung und Entwicklung in der Schweiz investiert. Die Gesamtinvestitionen der letzten zehn Jahre (2016 bis 2025) belaufen sich damit auf rund 41 Milliarden Franken.
Das Institute of Human Biology (IHB) von Roche mit Sitz in Basel ist weltweit führend in der Entwicklung und Gestaltung menschlicher Modellsysteme der nächsten Generation, wie fortschrittliche Gewebekulturen, Organoide, Organoids-on-Chips und In-silico-Modelle, um menschliche Krankheiten besser zu verstehen und die Entwicklung neuer Medikamente und Diagnostika zu beschleunigen. Humanmodellsysteme sind einfache Nachbildungen menschlicher Gewebe, die auch das Potenzial haben, die Abhängigkeit von Tierversuchen zu verringern. Das Institut nutzt seine einzigartige Struktur, multidisziplinäres Fachwissen und die neuen hochmodernen Einrichtungen in Bau 92, um innovative Kooperationen zu fördern und an der Spitze der biomedizinischen Forschung zu bleiben. Durch die Verknüpfung von Grundlagenforschung und industrieller Anwendung ermöglicht das Institut eine schnelle Umsetzung bahnbrechender wissenschaftlicher Erkenntnisse in patientenorientierte Lösungen.