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SP Aargau: Ein Affront gegenüber Schulen und Eltern

(sp) Die SP Aargau ist empört über die Aussagen der Abteilung Sonderschulen und Heime in einem Artikel in einer Tageszeitung unter dem Titel «Kanton soll für Privatschulen zahlen» Die Aussagen seien schlicht falsch und ein Affront gegenüber Lehrpersonen, Eltern und Gemeinden, schreibt die SP in einer Reaktion.

Es gebe keinen Bedarf für zusätzliche Sonderschulplätze im Kanton Aargau, ist im Artikel, erschienen in der AZ vom 4. Juni, zu lesen. Das sei schlicht falsch, so die SP. Zurzeit würden 250 Kinder auf einen Sonderschulplatz im Kanton warten. Kinder mit schwerem Autismus würden aus der Not zu Hause beschult, andere wiederum blieben wegen psychischer Schwierigkeiten daheim. Die Aussage, dass alle Kinder beschult würden, stimme erwiesenermassen nicht. Die Zahl von Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom etc. nehme zu. Im Aargau gebe es für diese Kinder praktisch keine Angebote. Sie könnten somit nicht adäquat beschult und gefördert werden. Zahlen Gemeinden keine Überbrückungsangebote für Kinder, die auf einen Platz warten, würden diese oft zu Hause bleiben. Die Angebote seien sehr kostenintensiv und könnten von den Eltern nicht selbst finanziert werden. Da die Fälle zunehmen würden, so die SP, seien auch die Gemeinden zunehmend nicht mehr bereit, diese zu finanzieren.
Dass Kinder, die in Tagesschulen keinen Platz finden würden, in ein Heim eingewiesen werden sollten, sei völlig absurd und stosse vor allem bei den Eltern zurecht auf grossen Widerstand.
Die Aussage «je nach Gemeinde und Schule unterscheidet sich heute die Schwelle für den Sonderschulstatus» sei so nicht nachvollziehbar. «Haben wir doch den für die schulischen Abklärungen zuständigen Schulpsychologischen Dienst (SPD), der dem BKS angegliedert ist. Wie kann es also sein, dass diese Schwelle unterschiedlich ist?», fragt die SP.
«Die SP ist in grosser Sorge über diese Zustände und ist dezidiert der Meinung, dass Aussagen, wie sie in diesem Artikel gemacht wurden, nicht zielführend sind. Sie sind ein Affront und ein Schlag ins Gesicht gegenüber allen betroffenen Kindern, Eltern, Lehrpersonen und den Gemeinden», so Colette Basler, Co-Fraktionspräsidentin SP Aargau.