(ags) Im Jahr 2025 wurden 410 Anfragen von der Suchtprävention Aargau bearbeitet und 8542 Beratungen bei der Suchtberatung ags in Anspruch genommen. Insgesamt hat sich die Komplexität der Arbeit sowohl bei der Suchtprävention Aargau als auch bei der Suchtberatung ags erhöht.
Bei der Bearbeitung von 410 Anfragen in den Lebensphasen «Frühe Kindheit», «Schul- und Ausbildungszeit» sowie «Erwachsenenzeit» führte die Suchtprävention Aargau 2025 insgesamt 514 suchtpräventive Module durch. In diesen Umsetzungen kam es zu 14’522 Kontakten mit den Nutzenden der Angebote. Kooperationen, Vernetzungsarbeit und die Bearbeitung von Medienanfragen führten zu weiteren 1460 Kontakten mit Fachpersonen und Medienschaffenden. Die Podcasts der Suchtprävention Aargau wurden 22’023-mal gehört. Bei 8’469 Ausleihen wies die Mediothek 3279 Kontakte mit Kundinnen und Kunden aus.
Bei der Suchtprävention Aargau stehen heute vermehrt individuelle Besprechungen und massgeschneiderte Präventionsmassnahmen im Vordergrund. Diese Form der Prävention ist zeitintensiver, da sie eine sorgfältige Vorbereitung, enge Abstimmung mit den Auftraggeber_innen und den mitwirkenden Fachpersonen sowie eine nachhaltige Begleitung erfordert. Der Aufwand pro Anfrage erhöht sich dadurch. Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksam zu handeln.
2025 meldeten sich 860 Betroffene und 415 Angehörige bei der Suchtberatung ags neu. Total waren 2421 Personen in Beratung. Das sind 67 Personen weniger als im Vorjahr. Im Vergleich mit Vorjahr ergaben sich folgende Veränderungen: Alkohol (-4) und Cannabis (-80), Verhaltenssucht (+4), Kokain (+24), übrige substanzgebunden Abhängigkeiten (-1) und (Heroin (-10). Über die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Aargau fanden 8542 (+235) Beratungen statt. Jedes fünfte Gespräch wurde digital/online durchgeführt.
160 Personen (+3) waren über die Kooperation der «Integrierten Suchtbehandlung Aargau» neu in gemeinsamer Behandlung von Suchtmedizin und Suchtberatung.
Über das nationale Portal SafeZone führten die Fachpersonen der Suchtberatung ags zusätzlich 268 (+27) Beratungen durch.
Im Rahmen der Safer-Use-Strategie, welche die nebensächlichen und vermeidbaren Schäden beim Drogenkonsum minimiert, wurden 9930 (-2220) Spritzen und 16'200 (+1800) Nadeln abgegeben.
Im Auftrag des Grand Casino Baden führte die Suchtberatung ags 118 (+6) Abklärungen zur Aufhebung von Spielsperren durch.
Bei der Suchtberatung ags sind die Anliegen heute häufig komplexer und vielschichtiger als früher. Viele Betroffene bringen mehrere Belastungen gleichzeitig mit, etwa Suchtprobleme in Kombination mit psychischen, sozialen, beruflichen oder familiären Schwierigkeiten. Solche Situationen erfordern mehr Zeit für Abklärung, Beratung und Koordination mit anderen Stellen.
Der gleichbleibende Zeitaufwand zeigt deshalb eine qualitative Veränderung der Arbeit: Es geht weniger um die Anzahl Fälle, sondern stärker um deren Tiefe und um die nachhaltige Unterstützung der betroffenen Personen und von deren Angehörigen.