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VCS beider Basel: Klimastrategie statt Klimastrategiechen

(pd) Der VCS beider Basel nimmt erfreut zur Kenntnis, dass der Kanton Baselland endlich eine umfassende Klimastrategie vorlegt. Die Strategie ist jedoch zu zögerlich und klammert wichtige Handlungsfelder aus.

Der VCS beider Basel fordert netto-null bis 2037 und eine umfassende Berücksichtigung von indirekten Emissionen. Im Verkehrsbereich reiche die Elektrifizierung alleine nicht aus, sie drohe dort zu einer Sackgasse zu werden. Es brauche eine deutliche Reduktion des Autoverkehrs, eine Aufwertung der autofreien Existenz und die konsequente Förderung wirklich umweltfreundlicher Verkehrsarten.
Der Kanton Baselland hat sich mit der Unterzeichnung der Klima-Charta der Nordwestschweizer Regierungskonferenz dazu verpflichtet, sich aktiv an der Erreichung der Ziele des Pariser Klimaübereinkommens zu beteiligen. Dieses will die globale Erwärmung des Klimas auf 1,5 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzen. Der VCS beider Basel: «Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass netto-null bis 2050 dafür nicht ausreicht. Wir fordern deshalb netto-null bis 2037, wie dies in Basel-Stadt bereits beschlossen wurde. Damit wird das Baselbiet seiner historischen und politischen Verantwortung gerecht und spart zukünftige volkswirtschaftliche Kosten.»

Verkehrswende statt Antriebswende
Der VCS weiter: «Im Verkehrsbereich kann netto-null nicht allein durch den Umstieg auf E-Autos erreicht werden. Denn wird auch die Herstellung berücksichtigt, sind diese bei weitem nicht CO2-neutral und zudem stark umweltbelastend. Parallel zur Antriebswende muss deshalb eine starke Reduktion des Autoverkehrs und eine Verlagerung desselben auf ökologische Verkehrsmittel stattfinden. Dies ist in den Szenarien in der Klimastrategie enthalten (S. 98, Tabelle 50). Dies erfordert einerseits zusätzliche Investitionen in den öffentlichen Verkehr und den Fuss- und Veloverkehr. Anderseits müssen die Kapazitäten für den Autoverkehr eingeschränkt und grosse Autoprojekte gestoppt werden.»