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Verbände der Verkehrsliga beider Basel fordern: «Die Region Basel braucht früher Entlastung»

(pd) Ende Januar hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) die Eckwerte zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur bis 2045 festgelegt. Der Rheintunnel wurde in den Realisierungshorizont 2045 aufgenommen. Bis 2045 wird die Region jedoch vor grosse Herausforderungen gestellt. Deshalb fordern zwölf Wirtschafts- und Verkehrsverbände eine schnellere Realisierung des Rheintunnels inklusive flankierenden Massnahmen für die Bevölkerung.

Die Verbände betonen in ihrer Medienmitteilung, dass die Strasse der Verkehrsträger Nummer eins sei. Seit Jahren steigen die Verkehrszahlen und betrugen im letzten Jahr 2025 wieder weit über 90'000 Millionen Personenkilometer. Die Strasse und der motorisierte Individualverkehr (MIV) sind mit über 70 Prozent das meistgenutzte Transportmittel. Auch der Güterverkehr setzt vermehrt auf die Strasse, und 16'500 Milionen Tonnenkilometer wurden so zurückgelegt. «Da erstaunt es doch sehr, dass in der Region Basel die Entwicklung der Strasseninfrastruktur weitere Jahrzehnte aufgeschoben wird», schreiben die Verbände.

Das trinationale Strassennetz mit Nadelöhr Osttangente müsse zügiger entlastet werden, denn jeden Tag stehe die ganze Region im Stau. Zwölf Wirtschafts- und Verkehrsverbände hatten darum im Jahr 2025 gemeinsam mit den Quartiervereinen in der Breite und im Oberen Kleinbasel eine Petition lanciert, die sie zu Beginn des Jahres 2026 den Parlamenten in Basel-Stadt und Basel-Landschaft
einreichen. «Wir brauchen endlich Entlastung!», so die Forderung der 2100 Unterzeichnenden. Denn der Region stehe mit den Bauarbeiten und der sanierungsbedürftigen Osttangente das Schlimmste noch bevor. Die Komplettsanierung eines der meistbefahrenen
Autobahnabschnitte der Schweiz gleicht einer Operation am offenen Herzen und wird nicht ohne schmerzliche Auswirkungen vonstattengehen. Mehrere Jahre ist mit enormem Ausweichverkehr in die Stadt Basel und die Agglomerationsgemeinden zu rechnen, es drohen Sperrungen und Spurverengungen, die bei heutiger Kapazität kaum aufzunehmen sind.

Die zwölf Wirtschafts- und Verkehrsverbände fordern die beiden Kantone deshalb auf, sich für schnellere Realisierung einzusetzen und Massnahmen zur Entlastung zu prüfen. Die ETH-Studie, die als Grundlage dient, hatte dem Rheintunnel oberste Priorität eingeräumt. Das Projekt ist fertig und realisierbar. Die Verbände fordern darum den Bund und die Region auf, «endlich zu handeln».

Die Verkehrsliga beider Basel ist die Spitzenorganisation der am Strassenverkehr interessierten Verbände, Clubs, Firmen und Einzelpersonen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft.