(srk) Kurt Fischer (67) aus Veltheim engagiert sich seit zwei Jahren als freiwilliger Fahrer beim Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) Kanton Aargau. Seine Einsätze sind vielfältig und vor allem: Er kann sie so gestalten, wie es für ihn passt.
Früher war Kurt Fischer beruflich viel unterwegs, immer unter Zeitdruck, auf den Hauptverkehrsachsen und mitten im Stau. Heute geniesst er das Gegenteil: Als Freiwilliger fährt er abseits der grossen Strassen. Zudem sagt er: «Jetzt kann ich mir die Zeit so einteilen, dass ich ohne Stress und trotzdem pünktlich am Ziel bin. Das schätzen auch meine Klientinnen und Klienten – wir kommen nie zu spät.» Die Fahrten über Nebenstrassen bringen nicht nur ihm Ruhe, sondern auch den Fahrgästen Freude: «Eine Klientin hat sich einmal riesig über die Fahrt über Land gefreut. Für sie war es wie eine Reise in die Vergangenheit. Solche Momente berühren mich und geben mir viel zurück.»
Ein typischer Tag als freiwilliger Fahrer
Mit der SRK-App kann Kurt Fischer seine Fahrten selbst auswählen, sodass sie ideal in seinen Tagesablauf passen. Drei bis vier Tage pro Woche ist er im Einsatz. Oft fährt er dieselben Klientinnen und Klienten, was Vertrauen schafft: «Viele kennen mich inzwischen gut. Sie wissen, dass sie sich auf mich verlassen können, und das gibt ihnen Sicherheit.»
Zwischen den Fahrten nutzt er die Zeit für sich: Er trinkt einen Kaffee, liest Zeitung, geht spazieren oder trifft andere Freiwillige. Manchmal schaut er im Rotkreuz-Haus in Aarau vorbei, um sich mit den Mitarbeitenden des Aargauer Roten Kreuzes auszutauschen oder Anliegen zu besprechen.
Auch an den Weiterbildungen des SRK Kanton Aargau nimmt er regelmässig teil. «Ich habe zum Beispiel den Erste-Hilfe-Kurs besucht. Das war eine gute Auffrischung und gibt mir Sicherheit, im Notfall richtig handeln zu können. Diese und andere Kurse unterstützen mich in meiner Tätigkeit als freiwilliger Fahrer.»
Besonders gerne nimmt er zudem an den Austauschtreffen der Freiwilligen teil. «Dort komme ich mit anderen Fahrerinnen und Fahrern ins Gespräch, kann Erfahrungen teilen und neue Kontakte knüpfen. So entstehen Freundschaften und manchmal treffen wir uns auch während einer Pause im Einsatz auf einen Kaffee», sagt Kurt Fischer mit einem Lächeln.
Neue Aufgabe: Mentor für Einsteigerinnen und Einsteiger
Anfang Juni 2025 hat Kurt Fischer eine zusätzliche Verantwortung übernommen: Er ist Mentor für neue Freiwillige. Diese dürfen bei ihm ihre erste Probefahrt absolvieren. «Bei der ersten Fahrt zeige ich ihnen viele Besonderheiten und gebe Tipps aus der Praxis. Das vermittelt Sicherheit und nimmt die Nervosität. So gelingt der Einstieg leichter.» Dank dieses neuen Prozesses können Interessierte ihre zukünftigen Aufgaben zunächst kennenlernen, bevor sie sich verbindlich für ein Engagement entscheiden.
«Freiwilligenarbeit ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Neue Freiwillige zu gewinnen und sie bestmöglich zu begleiten, ist entscheidend, damit die Freiwilligenarbeit auch in Zukunft weiterbesteht», betont Kurt Fischer abschliessend.