(vpod) Das neuste Sparprogramm des Kantons Basel-Landschaft sieht einen massiven Stellenabbau vor. Bis 2028 sollen 352 Vollzeitstellen gestrichen werden, ohne Kündigungen, aber durch den Verzicht auf Wiederbesetzungen und die Streichung geplanter Projekte. Für den vpod region basel ist klar: Dieser Stellenabbau ist ein direkter Angriff auf die Angestellten und auf den öffentlichen Dienst – und er wird das nicht hinnehmen.
«Jahrelanges Sparen auf Kosten der Mitarbeitenden – es reicht!»
Seit Jahren werde beim Personal gnadenlos gespart: Renten wurden gekürzt, Lohnerhöhungen verweigert, die Arbeitsbelastung steige kontinuierlich. «Dieser permanente Aderlass muss endlich gestoppt werden!», betont der vpod in einer Stellungnahme. Das neue Sparprogramm sei nichts anderes als die Fortsetzung dieses unverantwortlichen Kurses. «Das Personal arbeitet schon längst am Limit. Mehr Einsparungen bedeuten mehr Überstunden, mehr Stress und eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Es ist völlig inakzeptabel, dass die Mitarbeitenden immer wieder die Zeche zahlen müssen!», so Tania Cucé, Co-Präsidentin vpod region basel.
Die Bevölkerung als Leidtragende
Ein Abbau beim Personal bedeute einen direkten Abbau beim Service Public. Weniger Personal heisse schlechtere Dienstleistungen – und das werde jede und jeder im Kanton zu spüren bekommen. Ob in der Verwaltung, an Schulen, in der Gesundheitsversorgung oder in sozialen Diensten: Überall werde der Kanton weniger leisten können. Längere Wartezeiten, überlastete Schulen, weniger Unterstützung für die Schwächsten in unserer Gesellschaft – das seien die Folgen dieses verantwortungslosen Stellenabbaus. Das sei nicht nur unsozial, sondern auch gefährlich für den Zusammenhalt im Kanton.
Besonders im Bildungs- und Gesundheitsbereich könnten sie zu spürbaren Verschlechterungen für die Bewohner:innen führen, sowie für besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen. Die geplanten Einsparmassnahmen des Kantons Basel-Landschaft höhlten den Service Public in zentralen Bereichen wie Bildung und Gesundheitswesen besonders aus. Besonders betroffen seien die Kinder mit Förderbedarf, die digitale Bildung in den Schulen und die Patientenversorgung, was zu einem deutlichen Abbau von Chancengleichheit und Wahlfreiheit führe.
«Wir sagen klar: Kein Stellenabbau!»
Das Defizit des Kantons sei das Ergebnis einer verfehlten Finanzpolitik, bei der auf Kosten der öffentlichen Hand Steuergeschenke an Vermögende verteilt wurden. Es sei nicht das Personal, das diese Löcher stopfen müsse. «Statt weiter den Rotstift beim Service Public anzusetzen, muss die Regierung auf der Einnahmeseite handeln und endlich Verantwortung übernehmen. Es darf nicht sein, dass die Angestellten den Preis für politische Fehlentscheidungen zahlen!», so Sina Deiss, Gewerkschaftssekretärin vpod region basel.
Für Tania Cucé ist klar: «Wir fordern die Regierung auf, das Sparprogramm sofort zu stoppen und stattdessen nach gerechten Lösungen zu suchen, die das Personal und die Bevölkerung nicht weiter belasten. Der Kanton kann es sich nicht leisten, die Qualität seines öffentlichen Dienstes weiter auszuhöhlen!» Der vpod zum Schluss: «Für einen starken Service Public und faire Arbeitsbedingungen – wir kämpfen weiter!»