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vpod region basel: «Spardruck führt zu Massenentlassung bei der BVB»

(vpod) Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben 20 Stellen gestrichen und weitere 12 nicht neu besetzt. Aus Sicht des vpod handelt es sich dabei um eine Massenentlassung.

Die BVB begründet den Schritt mit dem steigenden Kostendruck im öffentlichen Verkehr. Grundlage für die Entlassungen bildet unter anderem eine Analyse durch PricewaterhouseCoopers (PwC), in der administrative Bereiche mit vier anderen Schweizer ÖV-Unternehmen verglichen wurden. Welche Vergleichsbetriebe herangezogen wurden, wird nicht offengelegt.

Regierung nimmt Stellung
Die Regierung hat heute im Grossen Rat zu den Entlassungen Stellung genommen: Der Stellenabbau erfolgte formal im Rahmen des baselstädtischen Personalgesetzes und wurde laut BVB von Massnahmen begleitet. Doch die genannten Massnahmen wie Abfindungen, Outplacement oder verlängerte Kündigungsfristen stellen keine echte Abfederung dar. Es handelt sich vielmehr um gesetzlich vorgesehene Instrumente der Schadensbegrenzung.  

Ohne echten Einbezug der Sozialpartner
Die Sozialpartner wurden zwar im Vorfeld informiert, jedoch unter der Annahme, dass es sich um sozialverträgliche Lösungen wie Frühpensionierungen oder um Anschlusslösungen handle. Inzwischen zeigt sich, dass dies nicht auf alle ausgesprochenen Kündigungen zutrifft.

Der Spardruck – auch seitens Kanton – ist unverständlich, insbesondere im Hinblick auf das Klimaziel Nettonull 2037. Ein leistungsfähiger öffentlicher Verkehr ist entscheidend, um dieses Ziel zu erreichen. Der vpod fordert den Kanton auf, seine Verantwortung als Eigner konsequent wahrzunehmen und genauer hinzuschauen. Die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden beginnt beim Kanton und sie gilt ebenso für die BVB. Es braucht mehr Transparenz, eine echte Mitsprache und Einbezug der Sozialpartner sowie sorgfältige Abwägungen, bevor einschneidende Massnahmen beschlossen werden.

Positiv zur Kenntnis genommen wird, dass laut Regierung keine weiteren Sparmassnahmen mit Personalabbau geplant sind. Der öffentliche Verkehr in Basel bleibt eine zentrale Arbeitgeberin und eine unverzichtbare Dienstleistung für die Bevölkerung.