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Dominik Schmid hält Frick mit zehn Treffern im Spiel. Foto: zVg
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Alle Jahre wieder: Der TSV Frick verliert das Abstiegsbarrage-Hinspiel

Handball 1. Liga: KJS Schaffhausen – TSV Frick 28:25
(nr) Das Saisonziel des TSV Frick ist schon jetzt verpasst. Den direkten Klassenerhalt konnten sie sich nicht sichern, daher ging es letzte Woche auswärts gegen KJS Schaffhausen.

Trotz dieser herben Enttäuschung trügt der Schein etwas. Die Entwicklung der Mannschaft macht Hoffnung, nachdem sie gegen einige NLB-Anwärter über weite Strecken dominierte und im Laufe der Saison an Qualität zulegte, für Punkte bei den Spitzenteams reichte es oft knapp nicht, was sich schliesslich am Ende der regulären Saison durch den Barrageplatz und 19 Punkten aus 24 Spielen zeigte. Ihnen entgegen trat KJS Schaffhausen, welche aus 22 Spielen 9 Punkte sichern konnten. Dennoch sollte es für den TSV keine einfache Aufgabe werden, es galt schliesslich die 1:1-starken Ostschweizer in Schach zu halten. Eine weitere Stärke der Schaffhauser ist das Kreisspiel in der Person von Kreisläufer Jonas Schopper. Der deutsche Hühne spielte erfolgreich bei den Kadetten Schaffhausen, spielte Champions- und Europa League und bestritt über 250 Spiele im Oberhaus, ehe er seine Karriere 2024 beendete.

Der Beginn der Partie wurden von vielen technischen Fehlern dominiert. Die Schaffhauser suchten oftmals Schopper, dies zunächst mit mässigem Erfolg, zu Toren kamen sie zumeist durch ihr 1:1, welches die Aargauer schwach verteidigten. Offensiv hatten die Fricker gegen die hohe Deckung des Heimteams Mühe, was zu Ballverlusten führte. Nach einiger Zeit entdeckte KJS ihre Wurfstärke auch aus der Distanz, was den TSV dazu zwang, etwas offensiver zu decken. Nun war auch Schopper im Spiel und kaum zu bremsen. Er steuerte nun Tore dazu und holte 7-Meter heraus. Von da an zogen sie davon, zur Pause stand es 14:10 für KJS.

Den Beginn der 2. Hälfte verschliefen die Füchse dann komplett. In der Abwehr war kaum Zugriff da, einzig Dominik Schmid hielt in der Offensive mit seinen Würfen dagegen. Erst ab der 40. Minute traten auch die Gäste aufs Gas. Mit ihrem Tempo im Gegenstoss und Cleverness in der Abwehr drehten sie das Spiel innert 12 Minuten von minus 6 Toren auf Gleichstand. In den letzten 5 Minuten harzte es jedoch an der Toreffizienz. Drei gute Torchancen wurden vom Schaffhauser Keeper pariert, zu allem Übel fingen sie sich zusätzlich eine Zeitstrafe, weshalb die letzten 2 Minuten der Partie in Unterzahl bestritten werden musste. Dies nutzte KJS brachte eine 3-Tore-Führung über die Zeit.

Nun ist klar, der TSV Frick erlebt erneut ein Deja-vu. Die letzten beiden Jahre konnte der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag der Abstiegsspiele gesichert werden, nachdem die Auswärtsspiele jeweils verloren gingen. Wie damals müssen die Füchse auch am kommenden Donnerstag, dem 16. April, um 20.15 Uhr im Fricker Ebnet gegen KJS Schaffhausen mit vier Toren gewinnen, um die Klasse zu halten. Eine mögliche Aufgabe, nicht zuletzt dank der Heimkulisse, welche sich wie so oft in einen Hexenkessel verwandeln wird.

Bild: Dominik Schmid hält Frick mit zehn Treffern im Spiel. Foto: zVg