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Christine Steck, Kommunikation Sport TV Möhlin
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Im Sekunden-Krimi entführt Baden-Endingen beim TV Möhlin einen Punkt

(chs) In einer hochspannenden Schlussphase traf Janis Thomann bei der NLB-Partie Möhlin gegen Baden-Endingen noch zum 38:38-Ausgleich und liess damit das Gäste-Team in Jubel ausbrechen. Lange lag der TV Möhlin vorne, ehe in der Schlussviertelstunde die Lösungen ausblieben und sich mehrere Fehler bemerkbar machten.

Die Möhliner NLB-Handballer mussten sich nach dem Abpfiff zuerst sammeln, den Frust vom Leibe schreien. Gezeichnet von einer energieraubenden und bärenstarken Leistung über weite Phasen, hatten sie sich den Ausgang der Partie anders vorgestellt. Dass die letzte Aktion, Trainer Zoltan Majeri nahm noch die Auszeit, und 15 Sekunden waren noch auf der Uhr, mit einem ärgerlichen Ballverlust und dem beherzten Vorpreschen des Topscorers von Baden-Endingen zum erwähnten Ausgleich endete, war sehr bitter. Dabei hatte die Mannschaft von Zoltan Majeri zuvor vieles richtig gemacht und dem zahlreich erschienen Publikum spannende Handballkost geboten.

Erste Spielzeit mit leichtem Vorsprung
Das Heimteam startete gut, schloss variabel ab, mal von aussen, vom Kreis oder auch via die Rückraumwürfe von Sadok Ben Romdhane. Tat man sich im gebundenen Angriff über die präsente Gegner-Abwehr schwer, folgten immer wieder schnelle Kontertore. So nahm Baden-Endingens Trainer Stevic beim 12:11 (21.) die erste Auszeit in der Partie. Ausnahmetalent Janis Thomann, erst 17 Jahre alt und für die mit Abstand meisten Gästetore verantwortlich, erzielte danach den erneuten Ausgleich. Finn Kreuzer liess zwei tolle Tore folgen, musste danach aber verletzt vom Feld. Für ihn kam Jan Lüthy auf die Platte und notierte danach ebenfalls zwei Zähler (17:14, 25.). Eine leichte Führung des Heimteams endete mit dem 20:17-Pausenstand.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielte Möhlin wie aus einem Guss, zudem landeten die Abpraller wieder in den eigenen Händen und ermöglichten den nächsten Torerfolg. In der Folge zeichnete sich auch Torhüter Robin Santeler mit mehreren Paraden aus (25:20, 35.). Aus einem Vier-, Fünf-Tore-Vorsprung wuchs das Score in der 46. Minute auf einen Acht-Tore-Vorsprung (34:26). Doch man spürte, dass die Intensität, die Kräfte immer mehr zum Thema wurden. So verlor man vorne den Faden zuerst subtil, dann offensichtlich und öffnete damit die Türe für Baden-Endingen. So setzten Vanja Sehic und Thomann zur Aufholjagd an, während das Heimteam jetzt offensiv zu blass agierte (35:33, 56.). Zwar blieb Ardin Berisha nervenstark vom Siebenmeter (58.), aber blitzschnell tankte sich danach Topscorer Thomann durch und stellte auf minus eins. Anderthalb Minuten noch. Jan Waldmeier erhöhte wieder auf plus zwei und musste danach wegen eines Fouls auf die Bank (60.). Ein nächster Siebenmeter für die Gäste landete im Tor und Berisha antwortete mit dem nächsten Treffer, 30 Sekunden noch. Die Gäste trafen erneut, ehe es zur Auszeit von Zoltan Majeri kam (38:37) und zur erwähnten Szene mit dem unpräzisen Zuspiel und Ballverlust.
Als «Best Player»auf Möhliner Seite wurde Nerdin Vunic ausgezeichnet, bei den Gästen kam die Ehre Janis Thomann zu. Ein weiterer Applaus gebührte den beiden Schiedsrichtern Simon Hennig und Morad Salah, welche im Rahmen der «Week of the Referee» besondere Aufmerksamkeit erhielten.
Bereits am kommenden Freitag findet das nächste Highlight für die 1. Mannschaft statt. Ab 20 Uhr spielt der TV Möhlin gegen den NLA-Club GC Amicitia Zürich um den Einzug ins Cup-Viertelfinale. Auch diese Partie verspricht spannenden und anspruchsvollen Handballsport im heimischen Steinli.

Möhlin mit: Santeler (11/49, 23%), Roth; Ceppi, Vunic (3), Wunderlin, Soder, Kreuzer (4), Ben Romdhane (8), Lindner (3), Giezeman (6), Berisha (3), Lüthy (5), Waldmeier (6).

Bild: Janis Thomann rennt gegen die Zeit und stellt auf Remis. Foto: Christine Steck, Kommunikation Sport TV Möhlin