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Jorden Lindner verteidigt gegen Joël Wick, der sechs Treffer aus zehn Versuchen meistert.
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TV Möhlin: Erste Niederlage gegen Fides St. Gallen

NLB: TV Möhlin – Fides St. Gallen 29:34
(cst) Die dritte Heimspielpartie gegen ein schnelles und willensstarkes Fides St. Gallen endete für den TV Möhlin mit einer 29:34-Niederlage. Nach dem 15:18-Pausenstand kamen die Gäste mit klaren Antworten zurück und bauten ihre Führung aus, auch weil die Fricktaler zu viele technische Fehler produzierten und vorne zu viel verwarfen.

Intensiv, kämpferisch, aber auch fehlerbehaftet

In den ersten zwanzig Minuten konnte Möhlin den Spielstand ausgeglichen gestalten und fand fast immer eine Antwort mit Torerfolg. Danach begann das Spiel langsam zu kippen. Eine Überzahl nutzte Jan Waldmeier zwar mit einem sehenswerten Treffer ins linke obere Eck (11:11, 23.), aber zu mehr Zählbarem reichte es in dieser Phase nicht. Derweil drückten die Gäste weiter aufs Tempo, machten offensiv Druck und erzielten vor allem über den linken Rückraum sehenswerte Treffer. Joël Wick und Gian-Lorin Alder stellten für Fides auf 12:14 (26.). Trainer Zoltan Majeri musste den Buzzer drücken und seine Männer ermahnen, forderte Körpersprache. Im nächsten Angriff traf Finn Kreuzer den Aussenpfosten, und im Gegenzug erhöhten die Führenden auf einen Drei-Tore-Vorsprung. Es folgten Strafminuten gegen Basil Zeltner (Fides) und wenig später gegen Mitch Giezeman (Möhlin) und ein wuchtiges Tor von Nerdin Vunic für das Heimteam. Noch exakt vor der Pausensirene liessen die Gäste das nächste Tor folgen, stellten auf 15:18.

Viele Eigenfehler prägen auch die zweite Spielzeit

Den ersten Treffer in Umgang zwei lieferte Mitch Giezeman. Danach folgte ein Rückschlag mit technischen Fehlern, Würfe neben das Tor und auch mit einem parierten Siebenmeter. Die Gäste spielten mit viel Zug aufs Tor und bauten ihren Vorsprung aus (16:22, 36.). Nach dem Doppelschlag von Gian-Lorin Alder, der als Nachwuchstalent auch in der QHL aufläuft, legte Trainer Majeri erneut die Karte. Die Auszeit in der 39. Spielminute sollte die vorangegangenen zerfahrenen Minuten mit technischen Fehlern und Ballverlusten beenden. Tatsächlich wurde der Abstand noch grösser, lag Fides St. Gallen zeitweise bei bis zu acht Treffern vorne (42.). Ein nächster Ballverlust nutzten die Ostschweizer eiskalt aus und notierten mit einem Distanzwurf ins leere Tor den nächsten Treffer. Derweil passte bei Möhlin nicht viel zusammen. Nach dem Timeout der führenden Mannschaft, beim 20:27 (45.), hielt aber Robin Santeler gegen Wick, und vorne konnte Giezeman erhöhen. Wenig später traf Alder zum 21:28, ehe Sadok Ben Romdhane auf 22:28 antwortete. In den manchmal recht unübersichtlichen Phasen, was die Linie der Schiedsrichter betraf, kassierte Robert Weber (Fides) in der 48. Minute die direkte Rote wegen zu hartem Einsteigen gegen Finn Kreuzer, der Richtung Tor sprintete. Ardin Berisha reüssierte mit dem folgenden Siebenmeter. Die kleine Aufholjagd flammte auf, verblasste aber wieder, als Kreuzers Wurf aufs verwaiste Tor darüber segelte. Pech oder symptomatisch für das ganze Spiel? Immerhin liess Möhlin in dieser Phase nicht abreissen, aber die Hypothek aus dem ganzen Spielverlauf liess sich nicht mehr wettmachen. Die Gäste legten an Intensität und Wurfeffizienz wieder zu, ehe Jan Waldmeier mit seinem letzten Tor auf den Endstand von 29:34 stellte.

Von aussen fehlte es an der totalen Körpersprache und der nötigen Stabilität in heiklen Phasen, oder, wie es ein Fan treffend sagte, die Möhliner Handballer standen sich heute selbst im Weg. Ohne aber die Leistung des Gegners herabzusetzen, der im Steinli verdient gewonnen hat.

Zum «Man of the Match» wurden Gian-Lorin Alder (Fides St. Gallen) für acht Treffer aus acht Versuchen gekürt. Beim TV Möhlin erhielt Finn Kreuzer die Auszeichnung für seine Leistung als «kompletter» Spieler.
Möhlin mit: Santeler (11/45, 25%) Roth; Ceppi, Vunic (1), Soder, Kreuzer (4), Ben Romdhane (8), Lindner, Giezeman (5), Berisha (5), Schweizer, Lüthy, Waldmeier (6).

Bild: Jorden Lindner verteidigt gegen Joël Wick, der sechs Treffer aus zehn Versuchen meistert.
Foto: Christine Steck, zVg