(sh) Am vergangenen Donnerstag ist die Schweizer Delegation von den Leichtathletik-Europameisterschaften in Rom zurückgekehrt. Es war aus Schweizer Sicht eine historische EM: Mit neun Medaillen, davon vier Europameistertiteln durch Mujinga Kambundji, Angelica Moser, Dominic Lobalu und Timothé Mumenthaler, war es für die Schweiz die erfolgreichste EM aller Zeiten.
Grosse Nervosität vor dem Auftritt auf der grossen Bühne
Teil des 60-köpfigen Schweizer Teams war auch Fabienne Hoenke aus Möhlin. Die Sprinterin vom LV Fricktal durfte in den Vorläufen über die 200m antreten, als jüngste Einzelstartende des Schweizer Teams. «Ich war vor meinem Start furchtbar nervös, so eine EM ist eine ganz andere Grössenordnung als alles, was ich bisher bei Wettkämpfen erlebt habe», meinte die Zwanzigjährige, die letztes Jahr immerhin schon an den Europameisterschaften der Junioren in Jerusalem teilgenommen hatte. Kein Wunder, ein Auftritt im Olympiastadion in Rom mit seinen 75 000 Sitzplätzen, die Begegnung mit der Europäischen Leichtathletikspitze neben und im Stadion sowie die Interviews mit dem Schweizer Fernsehen vor und nach ihrem Einsatz sind eine ganz neue Erfahrung für die junge Fricktalerin.
Als Siebte im Vorlauf ausgeschieden
Fabienne Hoenke wurde in ihrer Serie in 23.59s Siebte und qualifizierte sich nicht für die nächste Runde. Wie ist sie zufrieden mit ihrer Leistung? «Ich bin sehr zufrieden, auch wenn ich nicht meinen besten Lauf zeigen konnte. Auf den letzten 50m, sonst eine Stärke von mir, hat mir etwas die Kraft gefehlt», meinte sie.
Mit ihrem Einsatz über die 200m war das EM-Abenteuer für Hoenke noch nicht ganz vorbei, war sie daneben noch eine von mehreren Ersatzläuferinnen in der 4x100m Staffel und bereitete sich mit dem Team noch zweimal auf einen Einsatz vor, falls sich eine der gesetzten Athletinnen verletzt hätte.
Was nimmt die Fricktalerin noch von ihren EM-Abenteuer mit? «Ich bin sehr dankbar, dass ich solche Erfahrungen auf dieser Stufe machen durfte. Sie werden mir bei zukünftigen internationalen Wettkämpfen helfen», meint die junge Sprinterin, die auch vom Nationalcoach positives Feedback für ihren Auftritt erhalten hat. Wer weiss, vielleicht kann Fabienne Hoenke bei den nächsten Europameisterschaften 2026 in Birmingham von diesen Erfahrungen profitieren.