Ein Produkt der  
Die grösste Wochenzeitung im Fricktal
fricktal info
Verlag: 
Mobus AG, 4332 Stein
  Inserate: 
Texte:
inserat@fricktal.info
redaktion@fricktal.info
Fricktalwetter
Bedeckt
23.2 °C Luftfeuchtigkeit: 28%

Montag
5.9 °C | 21.8 °C

Dienstag
8.5 °C | 17.6 °C

Die Team-Sprint-Schwiezer-Mesiert mit Lars Emmenegger (rechts). Foto: zVg

Lars Emmenegger ist Schweizer Meister im Team-Sprint – Noëlle Rüetschi mit starkem Auftritt in Holland

(tm) Auf der über 100-jährigen, legendären Zementbahn in Oerlikon fanden letzte Woche die Titelkämpfe im Team-Zeitfahren statt.

Diese olympische Bahnraddisziplin wird von drei Fahrern bestritten und führt über einen Kilometer. Fahrer 1 fährt die Startrunde und geht aus dem Rennen, Fahrer 2 mit dem dritten Starter am Hinterrad muss möglichst schnell Runde 2 absolvieren und beendet ebenfalls das Rennen bevor der Schussmann solo die letzte Runde zurücklegt. Diese Disziplin ist in der Schweiz nicht so bekannt, da das Land über Jahrzehnte über keine international erfolgreiche Bahnsprinter verfügt. Swiss Cycling führt die Meisterschaft jedoch jedes Jahr durch, da es sich um eine olympische Disziplin handelt.
Um wieder mehr Mannschaften zu begeistern, wurde neu nicht mehr nach Kategorien gewertet, sondern die Dreiergruppen konnten mit U17, U19 und Elitefahrern zusammengesetzt werden. Sogar Frauen durften mitfahren.
Schweizer Meister wurde die TSP Mittelland, eine Trainingsgemeinschaft, die wöchentlich zum Teil mehrmals auf der Tissot-Rennbahn
in Grenchen, am Hauptsitz des nationalen Radverbandes, trainiert. Die Siegergruppe setzte sich zusammen aus Raphael Clemencio, Lars Emmenegger und Cedric Bärtsch, die den Kilometer in 1.06.54 absolvierten und mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten gewannen. Für Lars Emmenegger, den talentierten Nachwuchsfahrer des Velo-Club Kaisten, war es bereits die zweite Meisterschaftsmedaille in diesem Jahr, nachdem er im März Bronze im Omnium geholt hatte. Für den Velo-Kaisten bedeutet dies mit vier Meisterschaftsmedaillen in einem Jahr ein neuer Vereinsrekord. Der alte lag bei drei, von Noëlle Rüetschi mit drei Silbermedaille bei den U17 im Quer, auf der Strasse und im Mountain Bike.

Die U23-Nationalmannschaft mit Noëlle Rüetschi (links) und Lea Huber (Zweite von rechts). Foto: zVgNoëlle Rüetschi mit starkem Auftritt an EM in Emmen Holland
Im Osten von Holland fanden letzte Woche die europäischen Titelkämpfe statt. Auf einem interessanten Rundkurs, auf meist schmalen Strassen, Kopfsteinpflaster und der Steigung über den Vanberg gab es in allen Kategorien sehr attraktive Rennen. Am Freitagnachmittag waren die U23-Frauen an der Reihe. 120 Fahrerinnen, darunter die beiden Fricktalerinnen Noëlle Rüetschi und Lea Huber, nahmen die 108 selektiven Kilometer unter die Räder. Das Ziel befand sich auf dem Vanberg und so gab es am Ende einen harten Kampf um die besten Platzierungen. 39 Fahrerinnen, drunter drei Schweizerinnen, waren bei der Entscheidung noch dabei. Die Tessinerin Linda Zanetti, die sich in diesem Jahr gewaltig steigerte, holte völlig überraschend die Bronzemedaille. Weitere Platzierungen: 7. Noemi Rüegg 22 Sekunden zurück; 29. Noëlle Rüetschi 40 Sekunden Abstand und 58. Lea Huber. Rüetschi darf mit diesem Resultat mehr als zufrieden sein. Die letzten Wochen waren beinhart. Zuerst erstmals mit Lea Huber zusammen die Teilnahme an der Tour de L’ Avenier, bekannt für die vielen Steigungen in den französischen Alpen. Allein am letzten Tag waren es 2500 Höhenmeter. Anschliessend folgte die schwere Weltmeisterschaft in Schottland, an welcher die U23-Fahrerinnen mit der Elite (Marlen Reusser und Co) starten mussten und Rüetschi, als eine der wenigen U23-Starterinnen, das Rennen beenden konnte. Dann folgte in Wallonien/Belgien noch ein schweres Etappenrennen. Dass da, wie im Volksmund so schön heisst, «der Tank langsam leer ist», ist mehr als begreiflich. Um so schöner der tolle Abschluss in Holland.

Bilder
Erstes Bild: Die Team-Sprint-Schwiezer-Mesiert mit Lars Emmenegger (rechts). Foto: zVg
Zweites Bild: Die U23-Nationalmannschaft mit Noëlle Rüetschi (links) und Lea Huber (Zweite von rechts). Foto: zVg