(pd) Nach den starken Leistungen an den letzten Grossanlässen reist das Para-Badminton-Team optimistisch zur WM nach Manama, Bahrain. Den vier Athleten, darunter Ilaria Olgiati aus Hottwil, ist im Königreich einiges zuzutrauen.
Beim letzten internationalen Vergleich trumpfte das Schweizer Team gross auf. Das WM-Quartett mit Ilaria Olgiati (Hottwil AG), Cynthia Mathez (Boningen SO), Luca Olgiati (Hottwil AG) und Marc Elmer (Mollis GL) holte im letzten Oktober an der EM in Istanbul total sieben Medaillen, und die Schweiz avancierte damit zur erfolgreichsten Nation des Kontinents. Nach intensiver Vorbereitung geht es nun in Manama um WM-Ehren. Am Dienstag dieser Woche holte sich das Team den Feinschliff auf dem Court, am Donnerstag erfolgte die Anreise nach Bahrain via Abu Dhabi. Nationaltrainer Marc Lutz ist mit den Vorbereitungen zufrieden: «Wir haben gut trainiert. Alle sind fit und wir freuen uns auf die Herausforderung.»
Ilaria Olgiatis achtzehnmonatiger Höhenflug
Ilaria Olgiati hat seit August 2024 zahlreiche internationale Grosserfolge gefeiert: die Bronzemedaille an den Paralympics in Paris, den EM-Gold-Hattrick in Istanbul und schliesslich die Auszeichnung als BWF-Para-Badminton-Spielerin 2025. Die Aargauerin, die am Freitag ihren 26. Geburtstag feiert, war in Paris die weltbeste Spielerin ausserhalb Chinas und hat ihre Qualitäten seither bestätigt. Auch das Doppel Cynthia Mathez / Ilaria Olgiati ist im internationalen Vergleich sehr stark und hat an den Paralympics Edelmetall nur hauchdünn verpasst.
Bei den Männern geht es für EM-Silbermedaillengewinner Luca Olgiati und für Marc Elmer, den Bronzemann von Istanbul, in einem ersten Schritt um das Überstehen der Gruppenphase. Auch hier wird die Auslosung vom Samstag mehr Aufschlüsse geben. Am Sonntag finden die ersten Gruppenspiele statt. Die Endspiele in den Rollstuhl-Kategorien sind auf den 13. Februar terminiert, die gesamte WM dauert einen Tag länger.