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Matthias Kyburz bei seinem Zieleinlauf über die Mitteldistanz. Foto: zVg

Sieben Mal Edelmetall für Kyburz und Co. – WM-Gold und -Silber in der Staffel zum Abschluss der Heim-WM

(pd/fi) Mit der Staffel am Sonntag feierte die OL-WM 2023 in Flims Laax ihren krönenden Abschluss. Das Schweizer Herrenteam lief dabei souverän zur Goldmedaille, die Frauen durften sich über Silber freuen. Es waren die Medaillen sechs und sieben für die Schweizer OL-LäuferInnen, die sich zur Heim-WM in überragender Form zeigten.

Das Staffelrennen bot den perfekten Abschluss der OL-WM. Begonnen hatte der Tag allerdings mit einem kurzfristigen Wechsel im Herrenteam: Aufgrund einer Augenverletzung, die sich Martin Hubmann in der Mitteldistanz zugezogen hatte, kam auf der zweiten Ablösung Ersatzläufer Joey Hadorn zum Einsatz. Startläufer Daniel Hubmann zeigte dabei eine souveräne Ablösung, lief
immer in der Spitzengruppe mit. Eine längere Gabelung am Ende führte dazu, dass er letztlich an vierter Position mit 20 Sekunden Rückstand auf den führenden Rudolfs Zernis (Lettland) übergab. Joey Hadorn präsentierte sich erneut in Top-Form konnte in der Folge rasch auf die Gruppe um Norwegen, Schweden und Finnland aufschliessen und insbesondere durch starke Uphill-Passagen einen Vorsprung von 1:43 Minuten auf Finnland an Position zwei herauslaufen.
Schlussläufer Matthias Kyburz aus Möhlin fand gut in den Lauf, nahm sich bewusst Zeit für die anspruchsvollen Posten. Einzig eine kleine Unsicherheit zum drittletzten Posten brachte nochmals etwas Nervosität in das Rennen. Am Ende durfte sich das Schweizer Team aber dennoch im Zieleinlauf mit einem Vorsprung von 43 Sekunden als Weltmeister feiern lassen. Silber ging an das finnische Team, Bronze an Schweden.

Routenwahl zu Posten 8 entschied über Gold und Silber
Für die Schweiz übernahm bei den Frauen Elena Roos die Startstrecke. Während sie sich zuerst zusammen mit der Schwedin Hanna Lundberg leicht absetzen konnte, verlor sie durch einen kleinen Fehler und eine nicht optimale Routenwahl zu Posten 8 Zeit auf die Schwedin. Am Ende übergab die Tessinerin im letzten WM-Rennen ihrer Karriere an Position zwei, 1:27 Minuten hinter Schweden. Natalia Gemperle erwischte einen guten Start und konnte Zeit auf Sara Hagström (Schweden) gutmachen. Doch neben kleineren Fehlern bereitete auch ihr die Route zu Posten 8 Mühe und sie verlor den Anschluss an die Schwedin. Am Ende betrug der Rückstand nach der zweiten Ablösung 2:33 Minuten auf Schweden. Simona Aebersold startete die Verfolgungsjagd auf Tove Alexandersson. Doch die Schwedin zeigte keine Schwäche und so ging der WM-Titel in der Frauenstaffel zum dritten Mal in Folge nach Schweden. Mit einem grossen Vorsprung auf die an dritter Position liegenden Norwegerinnen sicherte Simona Aebersold mit einem soliden Lauf der Schweiz die Silbermedaille.
Für das Schweizer Team endet damit eine äusserst erfolgreiche WM. Insgesamt sieben Medaillen, davon drei Gold und vier Silber gewann das Team. Begonnen hatte der Medaillensegen am Donnerstag über die Langdistanz mit Gold für Simona Aebersold und Silber für Matthias Kyburz. «Ich kann mir nichts vorwerfen. Ich wusste, dass es wohl eine enge Entscheidung geben wird», erklärte Kyburz nach dem Rennen, in dem er sich lange Zeit einen Zweikampf mit dem norwegischen Titelverteidiger Kasper Fosser geliefert hatte. Fosser gewann Gold und so durfte sich Simona Aebersold ausser über die eigene Goldmedaille auch noch über die ihres Lebensgefährten freuen.

Ohne Fehler zu Gold
Am Samstag liess Matthias Kyburz der Konkurrenz aber keine Chance. Er hatte den Ruhetag genutzt, um den Kopf freizubekommen und sich voll auf die Mitteldistanz zu konzentrieren. Mit zwei Minuten Vorsprung auf Landsmann Joey Hadorn lief Kyburz zu Gold, obwohl er sich körperlich nicht in bester Verfassung gefühlt hatte. Allerdings unterliefen ihm – im Gegensatz zur Konkurrenz – keine Fehler. «Es ist wie in einem Märchen, einfach fantastisch», kommentierte Kyburz seinen siebten WM-Titel. Nummer acht folgte bekanntlich am Sonntag mit der Staffel.
Bei den Frauen gewann Natalia Gemperle aus Hallwil die Silbermedaille über die Mitteldistanz. Die gebürtige Moskauerin kommentierte den zweiten Platz mit den Worten: «Ich freue mich so sehr, dass nun für meine zweite Heimat eine Medaille gewinnen konnte.»

Bild: Matthias Kyburz bei seinem Zieleinlauf über die Mitteldistanz. Foto: zVg