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Mit einem Ja Verantwortung übernehmen (Leserbrief)

Mit Rolf Schmid, Grossrat, Frick

Am 9. Februar stimmt die Schweiz über eine Initiative ab, die nichts mehr fordert als die Einhaltung der planetaren Belastungsgrenzen. Bei diesem wissenschaftlichen Konzept geht es darum, dass es in Bereichen wie etwa der Klimaveränderung, der Biodiversität, dem Wasserverbrauch oder der Bodennutzung Grenzen gibt, deren Überschreitung unumkehrbare und dramatische Folgen für die Menschheit und den Planeten hat. In einigen der insgesamt neun Bereiche bewegen wir uns längst in der kritischen Zone. Wenn ich nun den Gegnerinnen und Gegnern der Initiative zuhöre, stellt sich mir die Frage, ob der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen wirklich ein so extreme Forderung ist. Sollte das nicht eine Selbstverständlichkeit sein? Die Initiative verlangt von der Regierung und dem Parlament innert 10 Jahren griffige Massnahmen zu ergreifen. Dies mit gutem Grund. Es ist gewissermassen 5 vor 12. Auch dies eine mehrfach bestätigte Erkenntnis aus Wissenschaft und Forschung. Leider wurde auch hier im Vorfeld politisch getrickst. In der Beratung im Parlament war das Initiativkomitee bereit die Frist von 10 Jahren zu streichen, um einen Kompromiss anzubieten. Genau diejenigen Kreise, die nun behaupten die Umsetzungsfrist sei viel zu kurz, lehnten diesen Vorschlag damals aber ab. Was die weiteren Befürchtungen bei einer Annahme der Initiative anbelangt, so rufe ich in Erinnerung, dass die Massnahmen dazu vom Bundesparlament beschlossen werden. In der Tat wäre es spannend zu sehen, wie die aktuellen Mehrheiten die Einhaltung der planetaren Grenzen sicherstellen wollen. Ihre heutige Politik tut es auf keinen Fall. Den zahlreichen Politikerinnen und Politikern, die dem Initiativkomitee nun vorwerfen radikal zu sein, sei gesagt: Diejenigen, die das Problem benennen und eine Lösung anbieten, sind hier nicht das Problem, sondern vielmehr die Politik der letzten Jahrzehnte, die nicht eher etwas gegen die Umweltverschmutzung getan hat.
Es gibt keinen Grund die Initiative abzulehnen, ausser man will sich und den nachkommenden Generationen weiter die Lebensgrundlagen vernichten. Darum sage ich Ja zur Umweltverantwortungsinitiative.