Von Markus Kunz, Frick
Mit Interesse habe ich gelesen, dass Gipf Oberfrick die Steuern um 2 auf 97 Prozent reduzieren möchte! Grundsätzlich bin ich ein absoluter Befürworter der These, der öffentlichen Hand nur soviel Geld zu geben, dass es knapp für das Nötigste reicht, und die Exekutive nicht in Versuchung kommt, Luxusprojekte zu planen und dem Bürger vorzulegen!
Bei der Auflistung geplanter und zukünftiger Investitionen in Gipf Oberfrick vermisse ich aber klar den Hinweis auf potenzielle regionale Auf- und Ausgaben !
Frick kämpft mit drei anstehenden Grossprojekten: Ersatzneubau MZH 58, Weiterentwicklung Bahnhof und Ersatzneubau Hallenbad! Die zwei letztgenannten Projekte haben ganz klar regionalen Charakter und sind Teil der zukünftigen Attraktivität unserer Region! Frick übernimmt viele regionale Aufgaben, was sich vorab auch auf unsere Finanzlage auswirkt! Ein Steuerfuss von 110 Prozent oder höher wäre in Frick angesagt! Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass Vorlagen zur Weiterentwicklung Bahnhof oder einem Ersatzneubau Hallenbad bei den Fricker Stimmbürger/innen eine Chance hätten, wenn die Gemeinden im oberen Fricktal nicht auch finanziell mitmachen! Steuerfuss in Gipf-Oberfrick hin oder her, aber vergesst nicht, auch für Gemeinden rings um Frick ist es wichtig über eine gute Erreichbarkeit (Verkehr und öffentlicher Verkehr) zu verfügen und auch ein Hallen-/Freibad trägt zur Attraktivität einer Region bei ! Ich wünschte mir mehr Solidarität im oberen Fricktal.