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Umverteilung von Arm zu Reich? (Leserbrief)

Von Dimitri Papadopoulos, Rheinfelden

Die Maximalrente für Ehepaare beträgt zur Zeit 3675 Franken. Damit kann man eine Woche im Fünf-Stern-Hotel verbringen oder ein verlängertes Shopping-Wochenende in New York. Natürlich ist das nett für die grosse Mehrheit der Pensionisten, die dank 2. und 3. Säule finanziell abgesichert in den Ruhestand gehen, zum Teil sogar noch ihr Vermögen weiter aufbauen können, und eine 13. AHV-Rente würde ihnen sicher viel Freude bereiten.
Weniger Freude dürfte dies jenen machen, die die Kosten von rund fünf Milliarden Franken für dieses Geschenk an alle Pensionierten, tragen müssen. Besonders jenen nicht, die arbeiten und wenig verdienen. Die nötigen zusätzlichen Lohnabzüge und die Verteuerung des Konsums durch eine Erhöhung der MWSt gehen ihnen dann empfindlich ans Portemonnaie. Man geht von insgesamt etwa 2 Prozent aus, die jedem Einwohner und jeder Einwohnerin unseres Landes weggenommen werden, um sie unter den Pensionierten zu verteilen, wohl zu 90 Prozent an welche, die es eigentlich nicht brauchen. Für viele macht 2 Prozent weniger Kaufkraft einen existentiellen Unterschied; nicht wenige Menschen müssen das beim Essen sparen.
Eine solch unsoziale Umverteilung von Arm zu Reich ist unerhört. Darum sollte man die unausgereifte, populistische und ungerechte 13. AHV-Rente ablehnen. Und stattdessen überlegen, wie man jenen 10 Prozent, für die AHV, Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen derzeit nicht ausreichen, helfen kann. Gezielt und sozial verträglich.